Neue giftige Fischart breitet sich im Mittelmeer aus

Wie das elektronische tunesische Magazin für Ökologie, Umwelt und nachhaltige Entwicklung ecolomagtunisie.com berichtet, breitet sich im Mittelmeer in rasantem Tempo ein giftiger Fisch aus, der auch schon in tunesischen Gewässern gefangen wurde. Er nennt sich Lagocephalus Sceleratus oder auch Kaninchenfisch, gehört zur Gattung der Kugelfische und ist hochgiftig und völlig ungenießbar, für den Schwimmer aber eher ungefährlich.

Hauptbestandteil des Giftes der Kugelfische ist Tetrodotoxin (TTX), das sich besonders in Haut, Leber und Eierstöcken des Fisches befindet, aber nicht im Muskelfleisch. Tetrodotoxin verdankt seinen Namen der Familie der Kugelfische (Tetraodontoidei) und wurde erstmals 1950 aus den Ovarien eines Kugelfisches isoliert.

Dieses Nervengift ist eines der stärksten bekannten, nicht proteinartigen Gifte: Die letale Dosis beträgt nur etwa 10 µg/kg Körpergewicht. Es wirkt nur auf die Körpernerven, nicht auf das Gehirn − die Opfer werden vollständig gelähmt und können sich weder bewegen noch sprechen, bleiben aber bei Bewusstsein. Sie sterben dann an durch die Lähmung bedingtem Atemstillstand und folgender Erstickung oder aber an Herzstillstand. Wenn Atmung und Kreislauf schnell genug durch Notfallmaßnahmen in Gang gehalten werden, klingt die Giftwirkung innerhalb etwa 24 Stunden ab, und die Opfer erleiden keinen bleibenden Schaden.

Mittelmeerfischer sollten sich unbedingt informieren um den Fisch identifizieren zu können, sollte er ihnen in die Netze gehen, da der Verzehr ernste Gesundheitsprobleme bis hin zum Tod hervorrufen kann.