Tigermücke jetzt auch in Tunesien?

In La Marsa wurden Mücken getötet, die als Tigermücken identifiziert wurden. Diese ursprünglich aus Asien stammende Art hat sich im Zuge der Globalisierung sehr schnell im südlichen Europa ausgebreitet, im nördlichen Mittelmeerraum gibt es sie schon seit mehreren Jahrzehnten. Anscheinend haben sie jetzt auch den Sprung über das Mittelmeer nach Nordafrika geschafft.

Die Asiatische Tigermücke, gelegentlich auch „Tigermoskito“, (Aedes albopictus, seit 2004 Stegomyia albopicta) genannt, lebt in subtropischen Regionen, breitet sich aber aufgrund der globalen Klimaerwärmung zunehmend auch in Deutschland aus.  Diese Stechmückenart ist bekannt als Überträger von Viren wie beispielsweise dem Zika-Virus, dem Chikungunya-Virus und dem Dengue-Virus. Allerdings muss die Mücke vorher einen infizierten Menschen gestochen haben, um einen Virus zu übertragen. Da diese Krankheiten in unseren Breiten so gut wie nicht vorkommen, ist eine Infektion eher unwahrscheinlich.

Identifizierung der Tigermücke

Asiatische Tigermücke Aedes albopictus
Asiatische Tigermücke Aedes albopictus

Die Asiatische Tigermücke ist eine zwischen zwei und zehn Millimeter große, auffällig schwarz-weiß gemusterte Stechmücke, wobei die Männchen rund 20 Prozent kleiner als die Weibchen sind. Sie kann anhand ihrer Zeichnung leicht identifiziert werden. Auffällig sind vor allem die gestreiften Hinterbeine und eine silbrig-weiße Linie aus eng aneinander liegenden Schuppen, die mittig vom Kopf verläuft und sich am oberen Brustteil (Thorax) fortsetzt. Diese Zeichnung ist das sicherste Merkmal zur Identifikation der Asiatischen Tigermücke. Quer dazu hat die Tigermücke noch eine weiße Linie auf dem Thorax.

Wie bei anderen Stechmückenarten saugen ausschließlich die Weibchen Blut, das sie für die Bildung ihrer Eier benötigen. Ansonsten decken sie ihren Energiebedarf wie die männlichen Mücken durch Nektar und andere süße Pflanzensäfte.

Die Tigermücke sticht vor allem tagsüber mit Spitzen am Morgen und den frühen Abendstunden. Sie findet ihre Opfer durch das bei der Atmung produzierte Kohlendioxid und organische Substanzen wie Fettsäuren, Ammoniak und Milchsäure, die auf der menschlichen Haut vorkommen.  Sie sucht ihre Wirte auch innerhalb menschlicher Behausungen auf, scheint aber besonders außen aktiv zu sein. 

Weitere Informationen zur Tigermücke findet man bei Wikipedia.

Redaktion

– Seit 2000 regelmäßig als Urlauber in Tunesien
– Seit 2006 als Individualreisender in Tunesien unterwegs
– Seit 2010 wohnhaft in Tunesien