Tunesien: 5.000 Hektar Anbaufläche von Kaktusfeigen sind biozertifiziert

Die mit zertifizierten organischen Kaktusfeigen bepflanzten Flächen umfassen derzeit 5.000 Hektar von insgesamt 600.000 Hektar Anbaufläche. Die Investitionen in diesem Sektor haben die Marke von zwei Millionen Dinar überschritten, sagte Samia Maamer, Generaldirektorin für ökologischen Landbau im Ministerium für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei.

Die Erträge aus den Kaktusfeigen-Ausfuhren erreichten 2016 mehr als 5 Millionen Dinar. Diese Ausfuhren waren hauptsächlich für den europäischen Markt bestimmt. In Tunesien sind rund 20 Unternehmen in diesem Sektor tätig, der ein vielversprechender Exportmarkt ist und eine neue wirtschaftliche Nische für mehrere benachteiligte Regionen darstellt, fügte die Beamtin in einer Stellungnahme am Rande einer Ausstellung von Kaktusfeigenöl zu, die im Rahmen der Tunisia Health Expo (7.-10. März 2018) stattfindet.

Ein Dutzend Unternehmen unterschiedlicher Größe stellen in dieser Ausstellung aus und präsentieren eine Vielzahl von Produkten aus Kaktusfeigen, wie Öl, Essig, Kosmetika und Marmelade.

Diese Unternehmen sind Mitglieder des nationalen Programms “Bio-Kakteensaat – Ursprung Tunesien”, das 2017 ins Leben gerufen wurde und vom Ministerium für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei initiiert wurde.

Dieses Programm zielt auf die Aufwertung des Öls von Bio-Kaktusfeigensaat ab und wird durch das Marktzugangsprojekt für Agrarlebensmittel und lokale Produkte (PAMPAT) unterstützt, das vom Staatssekretariat für Wirtschaft des Mittelmeers der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SECO) finanziert und von der Organisation der Vereinten Nationen für industrielle Entwicklung (UNIDO) durchgeführt wird.

Laut Maamer ist es das Ziel dieses Programms, die zwanzig Mitgliedsunternehmen in Bezug auf Qualität, Verpackung und der Eroberung von Märkten zu unterweisen und zu stärken. Zudem sollten die Unternehmen nicht vergessen, die Früchte der Kaktusfeigen zu schätzen, da das historische Ziel der Anpflanzung dieser Frucht war, die Böden zu schonen und Tieren Futter zu liefern.

Foto: Eigene Arbeit (Archiv)

Quelle: Presseagentur TAP