Meerwasserentsalzungsanlage Gabes: 82 Mio Euro Darlehen von der KfW (Aktualisiert)

Am Dienstag, den 22. Mai 2018, wurde ein Darlehensvertrag über 82 Millionen Euro zwischen der Deutschen Entwicklungsbank (KfW) und dem tunesischen Ministerium für Entwicklung, Investitionen und Internationale Zusammenarbeit unterzeichnet. Das Geld wird eine Meerwasserentsalzungsanlage mit einer Kapazität von 50.000 m³/Tag (Erweiterung auf 100.000 m³/Tag bis 2027) in Zarat, nahe der Stadt Gabes, finanzieren. Im Projekt enthalten sind der Bau von drei Wasserlagertanks mit einer Gesamtkapazität von 15.000 m3 und einer Pumpstation für entsalztes Wasser.

Die Gesamtkosten des Projekts werden auf 96,5 Millionen Euro (231,6 Mio Dinar) geschätzt. Der Beitrag Tunesiens liegt daher in der Größenordnung von 14,5 Millionen Euro. Dieses Darlehen wird gewährt zu einem Zinssatz von 1,86% und ist rückzahlbar über 15 Jahre mit 5 Jahren Zahlpause.

Diese Baumaßnahme soll die Wasserversorgung von 1,145 Mio Einwohnern bis zum Jahr 2035 sichern und den hohen Verbrauch von Grundwasser mindern.

Das gesamte Projekt hat zwei Phasen. Die erste Phase, die den Bau von 10 kleinen Wasserentsalzungsanlagen vorsah, wurde bereits mit einem Budget von 40 Millionen Dinar durchgeführt und die Stationen wurden in Betrieb genommen, darunter Stationen in den Gouvernoraten Medenine, Kebili, Tozeur, Tataouine, wo eine deutliche Verbesserung der Wasserqualität beobachtet wurde.

Die zweite Phase dieses Projekts wurde im Jahr 2017 initiiert und wird über einen Zeitraum von 3 bis 4 Jahren durchgeführt. Sie umfasst die Installation von sechs Entsalzungsanlagen im Süden Tunesiens, darunter die Gouvernorate Sidi Bouzid, Gafsa, Tozeur, Kebili und Medenine.

Ziel aller Maßnahmen sei es, die Wasserknappheit im Süden Tunesiens zu bewältigen.

Quellen & Foto: TAP, African Manager