Handelsbilanzdefizit im Nahrungsmittelsektor verringert sich auf 162,8 Mio Dinar

Zum Ende des August 2018 hat sich nach Angaben des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei das Handelsbilanzdefizit im Nahrungsmittelsektor auf 162,8 Mio. Dinar gegenüber 886,2 Mio Dinar in den ersten acht Monaten des Vorjahres verringert, was einem Rückgang von 82% entspricht. Hauptsächlich bedingt ist dieser Rückgang durch den Anstieg der Exporte von Olivenöl, Datteln und Fischereierzeugnissen.

Die Deckung der Einfuhren durch Ausfuhren stieg auf 95,5% gegenüber 69,7% im gleichen Zeitraum des Jahres 2017. Das Ministerium für Landwirtschaft führte den Rückgang dieses Defizits auf Wertveränderungen der Lebensmittelexporte zurück, deren Wert den der Importe übertraf (68,6% Ausfuhren gegenüber 23,1% Einfuhren).

Zwischen Januar und Ende August 2018 erzielte der Export von Nahrungsmitteln einen Gewinn von fast 3,434,6 Mrd. Dinar, was einem Anstieg von 86,6% gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Diese Ergebnisse werden durch das mengenmäßige Wachstum der Olivenölausfuhren (166.800 Tonnen gegenüber 59.700 Tonnen) und des Wertes (1.589,3 Mio Dinar gegenüber 533,2 Mio Dinar) zusätzlich zum Verkaufspreisanstieg im Ausland von 3% und dadurch gestiegenen Währungszuflüssen (31% für frische Fischprodukte, 38% für Datteln) unterstützt.

Der Wert der Ausfuhren von frischem Gemüse und Zitrusfrüchten stiegen um 27% bzw. 8%.

Der Wert der Lebensmittelexporte ohne Olivenöleinnahmen liegt bei 24%, da Tunesien fast 24.000 Tonnen Sommerfrüchte im Wert von 62 Millionen Dinar exportiert hat, was einem Anstieg von 41% in der Menge bzw. 44% im Wert im Vergleich zu den ersten acht Monaten des Jahres 2017 entspricht. Insgesamt erreichte der Wert der Lebensmittelexporte im Jahr 2018 13% der gesamten Warenausfuhren gegenüber 9,3% im Jahr 2017.

Das Land gab außerdem 3,5974 Mrd Dinar für Lebensmittelimporte aus, 23,1% mehr als im gleichen Zeitraum des Jahres 2017.

Dies ist zum Teil auf den Rückgang des tunesischen Dinarwechselkurses gegenüber Fremdwährungen und dem Wertzuwachs der Einfuhren bestimmter Grundnahrungsmittel zurückzuführen, zusätzlich zu dem Anstieg ihrer Preise auf dem internationalen Markt: Hartweizen + 31%, Weichweizen + 30%, Gerste + 59% und Milchnebenprodukte + 52%.

Die Käufe von Mais und Pflanzenölen sanken aufgrund geringerer Einfuhrmengen um 3% bzw. 28%, wobei 68% der gesamten Nahrungsmittelimporte auf Grundnahrungsmittel entfielen (gegenüber 74% im Jahr 2017).

In den ersten acht Monaten des Jahres 2018 betrug der Wert der Nahrungsmittelimporte 9,3% aller tunesischer Importe, verglichen mit 9,1% im Jahr 2017.

Foto: Symbolfoto

Quelle: TAP