Tunesiens Nahrungsmittel-Handelsbilanzdefizit sinkt auf 284 Mio Dinar

In den ersten neun Monaten des Jahres 2018 verringerte sich das Defizit des Nahrungsmittelhandels in Tunesien auf 284 MTD im Vergleich zu 1.107,5 MTD im gleichen Zeitraum des Vorjahres, was einem Rückgang von 73% entspricht. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Ausfuhren von Olivenöl zurückzuführen, wie die Zahlen des Ministeriums für Landwirtschaft, Wasserressourcen und Fischerei zeigen.

Das Handelsbilanzdefizit verbesserte sich deutlich bei der Deckung der Importe durch Exporte udn erreichte 92,6% gegenüber 66,8% im gleichen Zeitraum des Jahres 2017. Dies ist auf den Wert der Nahrungsmittelexporte zurückzuführen (65,5% für Exporte gegenüber 19,4% für Importe), sagte das Ministerium.

Die Nahrungsmittelexporte erzielten fast 3.695,4 Mio Dinar an Einnahmen, da sich die Exporte von Olivenöl mehr als verdoppelten und von 64,700 Tonnen auf 176.900 Tonnen stiegen. Ihr Wert stieg von 605,3 Mio Dinar auf 1.691,8 Mio Dinar bei einem Preisanstieg von 2%.

Der Umsatz mit frischen Fischereierzeugnissen und Datteln stieg um 33% bzw. 38%. Außerdem stieg der Wert der Ausfuhren von frischem Gemüse und Zitrusfrüchten um 28% bzw. 9% (ungeachtet eines Mengenrückgangs von 22%). Das gleiche Muster zeigt sich beim Export von Gemüse, Obst und Fisch in Dosen (+ 73%).

Der Wert der Nahrungsmittelexporte ohne Olivenöl stieg um 23%. Tunesien exportierte rund 28.000 Tonnen Sommerfrüchte im Wert von 70 Mio Dinar, was im Vergleich zu den ersten neun Monaten des Jahres 2017 zu höheren Zahlen in der Menge und im Wert führte (+ 40%) führte.

41% der Exporte gingen in die Golfstaaten, 39% nach Libyen, 8% nach Frankreich, 7% nach Italien und 3% nach Russland.

Unterdessen wiesen die Nahrungsmittelimporte Tunesiens mit 3.989,4 Mio Dinar einen Aufwärtstrend (19,4%) im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Jahres 2017 auf. Der fallende Wechselkurs des tunesischen Dinar und der steigende Wert einiger Nahrungsmittelimporte ließen die Importwerte steigen, ebenso wie der Anstieg der Weltmarktpreise für Hartweizen (+30%), Weichweizen (+24%), Gerste (+63%) und Molkereiprodukte (+56%).

Der Wert der Mais- und Pflanzenöleinkäufe ging um 9% bzw. 27% zurück, da das Importvolumen sank. Grundnahrungsmittel machen 67% der gesamten Nahrungsmittelimporte aus, verglichen mit 74% im Jahr 2017.

Quelle: TAP