Nawara Gasprojekt: Schaffung von 300 Arbeitsplätzen in Gabés

In der letzten Verarbeitungseinheit des Nawara-Projekts am Ende der Pipeline aus Tataouine im Ghannouch-Industriegebiet von Gabes werden rund 120 Mitarbeiter beschäftigt sein. Entsprechende Vereinbarungen haben das Ministerium für Industrie und Mittelstand, die tunesische Gewerkschaft UGTT, die österreichische Explorations- und Produktionsgesellschaft OMV und das tunesische Erdölunternehmen ETAP vereinbart. Sie stimmten ebenfalls der Schaffung von 180 Arbeitsplätzen in sozialer Verantwortung*1 zu.

OMV und ETAP müssen dabei dem Regionalrat von Gabes die erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stellen, damit diese Entscheidung Wirklichkeit wird.

Diese Vereinbarung wurde am Donnerstag in einer Arbeitssitzung im Ministerium für Industrie und KMU über die soziale Situation der letzten Verarbeitungseinheit „Nawara“ in Anwesenheit von Vertretern des Ministeriums für Soziales und des Ministeriums für Beschäftigung und berufliche Ausbildung, ausgearbeitet.

Das 1-Milliarden-Dollar-Projekt wird voraussichtlich 2,4 Millionen Kubikmeter pro Tag an kommerziellem Gas plus Kondensat und LPG erzeugen. Dies wird die tunesische Gasproduktion um 30 bis 40% erhöhen und die Importe aus Algerien, dem Hauptlieferanten des Landes, um 30% reduzieren. Darüber hinaus wird es die heimische Kohlenwasserstoffproduktion ankurbeln, die in den letzten zehn Jahren um mehr als die Hälfte zurückgegangen ist.

*1: Arbeitsplätze in sozialer Veranwortung sind Arbeitsplätze, die nichts mit der Produktion an sich zu tun haben, sondern Arbeitsplätze zugunsten der Gemeinde, die von den Vertragspartnern (hier OMV & ETAP) finanziert werden, z.B. Stellen in Beschäftigungsgesellschaften, kommunaler Umweltarbeit oder ähnliches.

Foto: Symbolfoto Pipeline-Verlegung Nawara

Quelle: TAP