Weltrangliste der Pressefreiheit 2019 – Tunesien verbessert sich um 25 Plätze auf Rang 72

Tunesien hat sich in der Weltrangliste der Pressefreiheit, die jährlich von der Organisation „Reporter ohne Grenzen (RSF)“ erstellt wird, von Platz 97 im Jahr 2018 um 25 Plätze auf Platz 72 von 180 Ländern verbessert und liegt damit in der arabischen Welt an erster Stelle.

Auf der Länderportalseite Tunesien schreibt ROG dazu: Seit der Revolution von 2011 ist eine vielfältige, teils sehr politisierte Medienlandschaft entstanden. Die Verfassung von 2014 hat ungeachtet einiger Schwachstellen große Fortschritt für die Pressefreiheit gebracht. Bei der Reform der Mediengesetze gibt es zwar immer wieder Rückschläge und Verzögerungen. Dennoch bleibt die Pressefreiheit eines der wichtigsten Ziele des demokratischen Übergangs. In der Praxis wurden Journalist*innen in den vergangenen Jahren oft bedroht oder gewaltsam angegriffen und vor allem bei Kritik an Amtsträger*innen schnell verklagt. Zuletzt ist die Zahl der Übergriffe aber deutlich gesunken.

Die komplette Rangliste der Pressefreiheit 2019 mit den Platzierungen aller 180 Länder finden Sie als .pdf-Dokument hier.

Info: Die Rangliste der Pressefreiheit 2019 vergleicht die Situation für Journalistinnen, Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Untersucht wurde das Kalenderjahr 2018. Grundlagen der Rangliste sind ein Fragebogen zu verschiedenen Aspekten journalistischer Arbeit sowie die von ROG ermittelten Zahlen von Übergriffen, Gewalttaten und Haftstrafen gegen Medienschaffende. Daraus ergeben sich für jedes Land Punktwerte, die im Verhältnis zu den Werten der übrigen Länder die Platzierung in der Rangliste bestimmen. Über die Entwicklung der Situation in einem Land gibt demnach eher ein Vergleich der Punktwerte verschiedener Jahre Auskunft als die Bewegung auf der Rangliste. So kann es vorkommen, dass ein Land in der Rangliste einen großen Sprung gemacht hat, sich die Situation tatsächlich (ablesbar an der Punktzahl) aber nur geringfügig verändert hat. Abhängig vom Abschneiden anderer Länder kann ein Land in der Rangliste im Einzelfall auch aufrücken, obwohl sich seine Punktzahl verschlechtert hat und umgekehrt.

Quelle & Bild: Reporter ohne Grenzen