EU-Kontrolleure fangen mit dem Pilz Guignardia Citricarpa infizierte tunesische Zitrusfrüchte ab

Pflanzengesundheitskontrollen an der Grenze der Europäischen Kommission haben in sieben Zitruslieferungen aus Tunesien den Pilz Guirnardia citricarpa, Verursacher der Zitrus-Schwarzfleckenkrankheit, engl.: Citrus Black Spot (CBS) identifiziert. Dieser Pilz wurde erstmals 1879 in Sydney, Australien entdeckt. 1929 erschien er auch in Südafrika an der Küste von Natal.

Die Schwarzfleckenkrankheit verursacht schwere Zitrusschäden, marmoriert die Schale und macht die Frucht für die Vermarktung unbrauchbar. Das Vordringen dieses Pilzes in den Mittelmeerraum stellt eine große Bedrohung für den Zitrussektor dar. 

Im März haben die europäischen Grenzkontrolleure zwei und im April fünf Exporte aus Tunesien mit CBS-infizierten Früchten abgefangen.

Zur Erinnerung: In den letzten sechs Monaten der Saison 2018-2019 erreichten laut Landwirtschaftsministerium die Exporterlöse für Zitrusfrüchte fast 7,4 Millionen Euro nach 7,1 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Pilz Guignardia Citricarpa wurde erstmals 1879 in Sydney, Australien entdeckt. 1929 erschien er auch in Südafrika an der Küste von Natal. Seitdem verbreitete er sich in vielen Ländern der Erde. Zu diesen Ländern gehören: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Ghana, Mosambik, die Philippinen, Südafrika, Afrika südlich der Sahara, Taiwan, die Vereinigten Staaten und Uruguay. Es wird erwartet, dass der Pilz sich in den nächsten Jahren rasch auf weitere Gebiete ausbreitet. Jetzt ist er an der südlichen Küste des Mittelmeeres angekommen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis der Pilz auch den Sprung nach Europa schafft.

Bild: Mit der Zitrus-Schwarzfleckenkrankheit infizierte Früchte: P. Barkley – Biological and Chemical Research Institute, Bugwood.org, CC BY-SA 3.0, Link

Quelle: African Manager, Wikipedia (en)