Zukunft der beschlagnahmten weißen Tigerbabys weiter unklar (Aktualisiert)

Der Verein Ben Guerdane in Frankreich und im Ausland (Association Ben Guerdane en France et à l’étranger) (ABFE) hat am Montag, den 8. Juli 2019, einen Brief an die Behörden adressiert und sie aufgefordert, zu intervenieren, um die vier im letzten April im Friguia Park (Enfidha, Sousse) geborenen weißen Tigerbabys zu retten. Diese waren vom Zoll am 15. Juni in Ben Guerdane im Auto eines Libyers beschlagnahmt worden, als dieser versuchte, die Tiere aus Tunesien nach Libyen zu bringen.

Die vier Tigerbabys waren Gegenstand einer zweifelhaften Transaktion zwischen dem Privatpark Friguia und einem libyschen Staatsbürger, der den Beamten versicherte, sie legal gekauft zu haben. Die Tiere wurden in einem Park des Naturschutzgebiets Sidi Toui in Ben Guerdane unter der Verantwortung der Forstverwaltung von Medenine und des regionalen Landwirtschaftskommissariats untergebracht.

Allerdings sind die kleinen Tiger in Gefahr, weil sie nicht richtig versorgt werden und eines von ihnen leidet, warnt die ABFE, die das Landwirtschaftsministerium, den Gouverneur von Medenine, die Präfektur von Ben Guerdane und Forstverwaltung aufforderte, schnell zu handeln, bevor es zu spät sei. Der Verein ruft dazu auf, sie in eine Park zu überführen, der die Babies willkommen heißt und ihnen die für ihr Überleben notwendigen Leistungen bieten kann.

Die seltenen weißen Tigerbabys scheinen völlig vergessen worden zu sein. Im vergangenen April hatte die Geburt noch die Freude der Tunesier ausgelöst und wurde von der Leitung des Friguia-Parks als Segen angesehen, bevor sie an einen Libyer verkauft wurden. Angeblich sei das notwendig gewesen, da die Mutter der kleinen Tiger wieder trächtig sei, allerdings von einem anderen Vater, der den vorherigen Wurf töten würde.

Update 10. Juli 2019: Die Tigerbabys, die vom Zoll am 15. Juni in Ben Guerdane im Auto eines Libyers beschlagnahmt worden waren, befinden sich nun wieder für die Dauer der Ermittlungen des Zolls im Tierpark Friguia bei Enfidha, wo sie vom Veterinärteam des Parks mit der erforderlichen Sorgfalt behandelt werden. Nach Angaben des Tierarztes verbessert sich der Gesundheitszustand der Tigerbabys nach der Fütterung. Sie litten unter Dehydration und Unterernährung. Einer der Tigerjungen leidet an einer Magenentzündung und sein Gesundheitszustand besserte sich nach der medizinischen Behandlung.

Titelbild: Symbolfoto – Tigerbabys bei Beschlagnahmung

Quelle: Kapitalis