Deutsche Direkthilfe zur Verbesserung der Lebensqualität schutzbedürftiger Zielgruppen sehr effizient

Am 12. Juli 2019 fand die endgültige Validierung von sieben neuen Projekten der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und ihrer nationalen und regionalen Partner im tunesischen Nordwesten statt. Diese Projekte in Béja, Jendouba und Kef betreffen Bereiche wie Bildung, Landwirtschaft und Gesundheit, haben jedoch eines gemeinsam: die Verbesserung der Lebensqualität besonders schutzbedürftiger Zielgruppen, die von den regionalen Behörden in Zusammenarbeit mit Gruppen aus allen Gouvernoraten ermittelt werden.

Gouvernorat Béja
Im Gouvernement Beja wurden von den regionalen Behörden nach Gesprächen mit den betroffenen Zielgruppen vier Projekte für Jugendliche, Landfrauen und ältere Menschen ermittelt und entwickelt. In Goubellat, wo 40% der Bevölkerung aus jungen Menschen besteht, werden die Ausstattung des Jugendzentrums und des Hauses der Kultur gestärkt, insbesondere durch Musikinstrumente, damit die jungen Menschen in einer würdigen Umgebung lernen und Spaß haben können.
Die Schaffung eines Milchsammelsystems wird das Einkommen der Frauen in der Ortschaft Beni Melek verbessern, welche stark von der Landflucht betroffen ist.
Schließlich wird die Anschaffung eines medizinischen Fahrzeugs die medizinische Versorgung vor allem älterer Menschen in Nefza gewährleisten.

Gouvernorat Jendouba
In Fernana in der Provinz Jendouba befindet sich das Zentrum für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in einem veralteten und ineffektiven Zustand. Der Bau eines neuen Zentrums und die Anschaffung von Ausrüstung ermöglicht es den Kindern, kulturelle, sportliche und Lernaktivitäten zu verfolgen, die ihre Entwicklung und persönliche Entwicklung fördern.

Gouvernorat Kef
Im Verwaltungsbezirk Kef werden zwei Projekte für Frauen und Kinder mit Autismus auf dem Land entwickelt. In Kef wird die Erweiterung und Ausstattung eines innovativen und integrativen Kindergartens eine bessere gesellschaftliche und schulische Integration autistischer Kinder in die Gesellschaft ermöglichen. Es wird das erste Zentrum seiner Art im gesamten Nordwesten sein.
In Touiref, wo Frauen unter hoher Arbeitslosigkeit und hohen Abbruchquoten leiden, wird ein Handwerkszentrum den Mitgliedern eine Berufsausbildung ermöglichen und so zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen.

Diese neuen Projekte werden von der Initiative Regionale Entwicklung (IDR) umgesetzt, die die öffentliche Verwaltung und Organisationen der Zivilgesellschaft bei der Umsetzung von mehr als 70 Entwicklungsprojekten unterstützt. Die Initiative wird gemeinsam mit dem Ministerium für Entwicklung, Investition und internationale Zusammenarbeit und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.