Biographie von Mohsen Marzouk – Präsidentschaftskandidat – Liste 11

Mohsen Marzouk wurde am 10. Juli 1965 in Mahres im Gouvernorat Sfax geboren und ist ein tunesischer Politiker. Marzouk, Absolvent der tunesischen Universitäten für politische Soziologie und internationale Beziehungen, war 2012 einer der Gründer der Nidaa Tounes-Bewegung, bevor er 2016 mit mehreren Abgeordneten und Parteimitgliedern die Partei Machrou Tounes gründete, die er derzeit leitet und deren Kandidat er bei den Präsidentschaftswahlen ist. Er tritt unter der Listennummer 11 an.

Kurzbiographie

Geburt: 10. Juli 1965 in Mahres im Gouvernorat Sfax

Nationalität(en): Tunesisch

Parteizugehörigkeiten

  • 16. Juni 2012 – Dez. 2015: Nidaa Tounes
  • 2. März 2016 – : Machrou Tounes

Sprachen: Arabisch, Französisch, Englisch

Ausbildung & Beruf

  • 1980er Jahre: Frühe Aktivität in der Studentenbewegung des Gymnasiums für Jungen in Sfax.
  • 1981: Entlassung vom Gymnasium aufgrund seiner politischen Aktivitäten.
  • 1982: Rückkehr in die Schule.
  • 1984: Abitur und Einschreibung an der Universität von La Manouba, wo er Chokri Belaïd kennenlernte
  • 1987: Marzouk und Belaïd werden aufgrund ihres politischen Engagements festgenommen, ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert, misshandelt und zwangsweise zur Armee in die Wüste nach Rjim Maatoug eingezogen.
  • 1988: Nach einer Amnestie des neuen Präsidenten Zine el-Abidine Ben Ali nimmt Marzouk sein Studium und seine Aktivitäten als Aktivist in der studentischen Gewerkschaft Union générale des étudiants de Tunisie (UGET) wieder auf
  • Ab 1989: Koordinator für die Arabische Organisation für Menschenrechte
  • 1992: Bruch mit der extremen linken Bewegung
  • 1995 – 2002: Direktor für regionale Programme der Nichtregierungsorganisation El Taller, die sich auf die Stärkung der Zivilgesellschaft spezialisiert hat
  • 2002 – 2003: Direktor für regionale Programme des Internationalen Arbeitsamtes
  • 2003 – 2007: MENA-Regionaldirektor der Organisation Freedom House; er spezialisierte sich auf das Studium politischer Veränderungsprozesse und demokratischer Übergänge
  • 2008 – 2012: Umzug nach Doha, wo er an der Gründung der Arabischen Stiftung für Demokratie mitwirkte, deren Generalsekretär er wurde, und den Vorsitz im Executive Board des Al Kawakibi Training Center führte. Dort organisierte er Schulungsworkshops zum Thema demokratischer Übergang mit Chawki Tabib, Nedir Ben Yedder und Kamel Jendoubi – und wird Mitglied des Internationalen Lenkungsausschusses der Gemeinschaft der Demokratien

Politische Meilensteine

  • 2011: Rückkehr nach Tunesien nach der Revolution von 2011. Mitglied der Hohen Behörde für die Realisation der Ziele der Revolution, der politischen Reform und des demokratischen Übergangs
  • 16. Juni 2012: Mitgründer der Partei Nidaa Tounes; er wird Mitglied ihres konstituierenden Ausschusses und ihres Exekutivausschusses für Außenbeziehungen.
  • 2014: Mohsen Marzouk führt die Wahlkampagne des Präsidenten der Nidaa Tounes, Béji Caïd Essebsi, an.
  • 1. Januar 2015: Amt des Ministerrats für politische Angelegenheiten beim Präsidenten der Republik, Béji Caïd Essebsi
  • 13. Mai 2015: Ernennung zum Generalsekretär von Nidaa Tounes
  • 17. Juni 2015: Auszeichnung mit den Insignien des Großoffiziers des Ordens der Republik Tunesien
  • 1. Juli 2015: Rücktritt vom Posten des politischen Beraters für den neuen Präsidenten der Republik
  • Dezember 2015: Rücktritt vom Posten des Generalsekretärs der Nidaa Tounes als Opfer von Manövern seiner Rivalen Hafedh Caid Essebsi (Sohn des Präsidenten) und Ridha Belhaj (Direktor des Präsidialkabinetts). Er kündigte die Gründung einer neuen Partei an
  • 2. März 2016: Gründung der Partei Machrou Tounes
  • 20. März 2016: Bekanntgabe der Gründungscharta von Machrou Tounes
  • 25. Juli 2016: Wahl zum Generalsekretär der Machrou Tounes ohne Gegenkandidaten
  • 14. April 2019: In der Sitzung des Zentralkomitees der Partei wird sein Titel von Generalsekretär zu Präsident geändert
  • 9. August 2019: Einreichung des Antrags zur Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2019
  • 14. August 2019: Der eingereichte Antrag zur Kandidatur wird von der ISIE genehmigt. Mohsen Marzouk tritt auf der Liste 11 an

Privatleben

  • Der frühe Tod seines Vaters, dem Bildhauer Hachemi Marzouk, versetzte seine Familie – seine Analphabetenmutter, seinen Bruder und seine Schwester – in Not. Er muss Jasmin verkaufen und Kleidung nähen, um seine Mutter zu unterstützen. Er ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Titelbild: Mohsen Marzouk (Facebook)

Quelle(n): Verschiedene Medien (Wikipedia, TAP, …)