Handelshafen Gabes im Aufwind – Phosphat- und Gipsexporte steigen wieder an

Vierundvierzig kommerzielle Frachtschiffe legten im August 2019 im Handelshafen von Gabes an. „Dies sei die höchste Zahl, die der Hafen seit der tunesischen Revolution verzeichnete“, sagte Hafenmeister Khemaïes Ouerfelli gegenüber der Presseagentur TAP.

Die Zunahme der Hafenaktivität, der durchschnittlich 18 bis 30 Frachtschiffe pro Monat empfängt, wird erklärt durch die schrittweise Erholung der Ausfuhren von Phosphatdioxid und anderen chemischen Produkten, die aus der Verarbeitung von Phosphat für die Landwirtschaft gewonnen werden. Zudem sei auch der Gipsexport angestiegen.

Die Frachtschiffe, die den Hafen von Gabes verlassen, fahren in verschiedene ostasiatische Länder, darunter China, Singapur, sowie die Türkei, Westafrika und andere Ziele.

Das Transfervolumen des Hafens belief sich auf 3,2 Millionen Tonnen, aufgeteilt auf 60% Einfuhren und 40% Ausfuhren. Die über den Hafen von Gabes eingeführten Waren sind für die Industrialisierung oder Verarbeitung auf regionaler Ebene bestimmt sind und werden mit einem Mehrwert wieder ausgeführt.

Der Handelshafen Gabes, der durch eine neue Containerschifffahrtslinie gestärkt wurde, ist mit einer Beckentiefe von 12,5 Metern auf einer Fläche von 50 Hektar sowie einem zweiten, inneren Becken auf 30 Hektar bei einer Tiefe von 10,5 Metern der bedeutendste Handelshafen Tunesiens und bietet Platz für 300 Meter lange Schiffe.

Titelbild: Amt für Schiffahrt und Häfen (OMMP)

Quelle: TAP