Der Plan „Nachhaltiger Tourismus“ ist auf dem Weg und basiert auf einer 4-Punkte-Strategie

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat gerade ihr erstes Treffen zum Plan zur Förderung eines nachhaltigen Tourismus* in Tunesien abgehalten. Es sind vier Ziele vorgesehen, die die GIZ in Abstimmung mit dem Ministerium für Tourismus und Handwerk in den kommenden Monaten mit Mitteln von rund 17,5 Mio Euro umsetzen wird.

Das Ziel dieses Plans, der ein wesentlicher Bestandteil des Programmes „Tounes Wijhatouna“ ist, wird von Sarah Schwepcke, Leiterin des Projekts für nachhaltigen Tourismus, wie folgt beschrieben: Es gehe darum, „die kulturellen Vermögenswerte sowie die natürlichen Juwelen hervorzuheben, die im Land im Überfluss vorhanden sind und sie für Besucher zugänglich zu machen.“ Die erwarteten Auswirkungen seien, so fährt sie fort, „die Qualität des Angebots zu verbessern, die lokale Bevölkerung durch die Schaffung von Arbeitsplätzen zu integrieren und den Platz des Tourismussektors in der tunesischen Wirtschaft zu festigen“.

Die vier vom Technischen Komitee festgelegten Ziele, die in einem Kommunique festgelegt wurden, lauten wie folgt:

  • Ziel 1: Schaffung neuer Tourismusprodukte in den Regionen mit den betroffenen Betreibern auf der Grundlage des Kulturtourismus, dem kulinarischem Tourismus sowie dem Aktiv- und Freilufttourismus. Die Zielregionen sind: Tunis, Zaghouan, Le Kef, Mahdia und Tozeur, wobei Tozeur und Tunis ausgewählt werden, um mit der Umsetzung des Projekts für das erste Jahr zu beginnen.
  • Ziel 2: Entwicklung thematischer Routen in Tunesien auf der Grundlage thematischer Besonderheiten der Regionen; Die Wahl fiel auf die Erstellung einer Kinoroute als Ausgangspunkt. Kulturelle und kulinarische Routen sind für die kommenden Jahre geplant.
  • Ziel 3: Verwaltung von tunesischen Reisezielen durch die Optimierung des Angebots und der Werbung in Form von Zielmanagement-Organisationen (Destination Management Organizations, DMO). Die Priorität wird darin bestehen, 4 DMOs in den Regionen Tunis-Karthago, Le Kef, Zaghouan und Mahdia zu schaffen.
  • Ziel 4: Entwicklung neuer Formate und Formen der Zusammenarbeit zwischen Akteuren der touristischen Wertschöpfungskette – national und international.

Abschließend sei daran erinnert, dass das Projekt „Förderung des nachhaltigen Tourismus“ vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Union finanziert und von der GIZ und dem tunesischen Tourismusministerium für einen Zeitraum von 5 Jahren mit einem Budget von insgesamt 17,5 Millionen Euro gemeinsam umgesetzt wird.

*Nachhaltiger Tourismus (Sanfter Tourismus) ist eine Form des Reisens, die drei wesentliche Anliegen verfolgt: so wenig wie möglich auf die bereiste Natur einzuwirken bzw. ihr zu schaden, die Natur möglichst nah, intensiv und ursprünglich zu erleben, sich der Kultur des bereisten Landes möglichst anzupassen.