Kalenderblatt – Heute in der Geschichte

Historische Ereignisse in Tunesien.


Gestern

  • Ereignisse
  • 1969

    Nach zehntägigen Regierungsverhandlungen zwischen Tunesien und der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vereinbaren beide Länder Abkommen über finanzielle und technische Zusammenarbeit. Die Abkommen betreffen u.a. Bewässerungs- und Infrastrukturprojekte, land- und forstwirtschaftliche Vorhaben sowie den Tourismus.

  • 2009 Der französische Premierminister François Fillon beendet einen zweitägigen Besuch in Tunesien. Er unterzeichnete acht Kooperationsabkommen, darunter eines über die Verwendung ziviler Kernenergie.

Heute

  • Ereignisse
  • 1881 Französische Truppen besetzen Tunesien und Algerien.
  • 1956 Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung, 5 Tage nach der Unabhängigkeit von Frankreich, es siegte die Nationale Union, eine Allianz der Neo-Destour-Partei, des Allgemeinen Tunesischen Gewerkschaftsbundes, der Nationalen Union der Tunesischen Bauern und der Tunesischen Union der Handwerker und Händler.
  • Geburtstag
  • 1973 Amel Karboul, tunesische Unternehmerin, Unternehmensberaterin und Politikerin, wird in Tunis geboren. Von Januar 2014 bis Februar 2015 war die in Deutschland lebende Karboul Ministerin für Tourismus in Tunesien.

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Weitere Ereignisse aus diesem Monat in der Vergangenheit

Tag der Märtyrer - Tag des vergossenen Blutes

Muhammad III. al-Husain (Sadok Bey), geb. 1814, Bey von Tunis, legt die erste moderne arabische Verfassung vor, die allerdings nie in Kraft tritt. Sie sollte seine Rechte als Bey einschränken und Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung voneinander trennen.
Die Bauarbeiten zur Eisenbahnstrecke Tunis-Berbourba beginnen, die französische Firma Batignolles mit ihrer Tochtergesellschaft Compagnie des chemins des fer Bone–Guelma (BGP) erhält den Zuschlag.
Französische Truppen besetzen Tunesien und Algerien.

Der französische Staatspräsident Armand Fallières trifft zu einem zwölftägigen Besuch Tunesiens in Bizerta, dem wichtigsten Kriegshafen des Landes, ein. Tunesien gehört nominell zum Osmanischen Reich, ist jedoch faktisch französisches Protektorat. In den öffentlichen Reden anlässlich des Besuchs wird darauf hingewiesen, dass “die tolerante Friedensarbeit Frankreichs die Wohlfahrt Tunesiens herbeigeführt” habe.

Der Maler Paul Klee bricht zusammen mit August Macke und Louis Moilliet zu einer dreiwöchigen Studienreise nach Tunesien auf
Bei Arzneimittelverordnungen wird das Arzneibuch Frankreichs angewendet. Das geht aus einer Mitteilung im offiziellen Amtsblatt Tunesiens vom 5. April 1913 hervor. Die Entscheidung wurde von der tunesischen Regierung am 31. März 1913 getroffen.
Mohamed Salah Ayari, späterer Richter und Minister wird in Makthar geboren.
Habib Bourguiba Jr. (gest. 2009 in Tunis), späterer Politiker, Justizminister und Diplomat, wird in Paris geboren. Vater ist der erste Präsident Tunesiens, Habib Bourguiba.
Armand Guillon ersetzt Marcel Peyrouton und wird französischer Generalresident in Tunesien (bis 18. Oktober 1938).
Der Tod von sechs protestierenden Arabern in Jaffa (Tel Aviv) durch britische Polizisten gibt dem arabischen Aufstand gegen die britische Mandatsmacht Auftrieb.
Nach dem Tod seines Vaters Fuad I. wird der 16-jährige Faruq neuer König von Ägypten.
Tag der Märtyrer / Tag des vergossenen Blutes. Ein spontaner Protest gegen die Repression und die brutalen Verhaftungen durch die Besatzungsmacht Frankreich wird gewaltsam durch französisches Militär niedergeschlagen. Am Ende des Tages zählte man 112 Tote, hunderte Verletzte und 3.000 Verhaftete.

Die seit zwei Wochen andauernden Unruhen in Tunis – Frankreich verwaltet Tunesien als Protektorat – werden durch die Polizei beendet. Die französischen Behörden lassen die liberal-konstitutionelle Neo-Destur-Partei auflösen und ihre Führer, darunter den Gründer, Habib Bourguiba, verhaften.

Claude Josephine Rose Cardinale (Claudia Cardinale), italienische Schauspielerin, wird in Tunis, Tunesien, als Tochter einer Französin und eines sizilianischen Einwanderers geboren. Ihre Muttersprachen waren tunesisches Arabisch und Französisch. Italienisch konnte sie bis zu ihrem 16. Lebensjahr nur in Form des sizilianischen Dialekts ihres Vaters. Mit 17 wurde Claude zur "Schönsten Italienerin von Tunis" gewählt und gewann eine Reise zum Filmfestival in Venedig. Dies war der Start einer internationalen Karriere.

Claudia Cardinale am 17. April 2015 in Tunis mit Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik Foto: Claudia Cardinale am 17. April 2015 in Tunis mit Tourismusministerin Selma Elloumi Rekik
Im Hafen von Casablanca (Marokko) sinkt der französische Zerstörer La Railleuse (1.800 ts) infolge einer inneren Explosion, die vermutlich im Kesselraum stattfindet. 28 Mann der 159 Mann starken Besatzung sterben bei der Explosion und dem Untergang des Schiffs.
Othman Batikh, islamischer Geistlicher (Mufti), wird in Tunis geboren. Er bekleidet von 2008 bis 2013 das Amt des Muftis der Republik und wird im Februar 2015 der Minister für religiöse Angelegenheiten (bis Januar 2016).

2. Weltkrieg: Die 8. britische Armee unter Montgomery tritt zum Angriff gegen die 1. italienische Armee am Wadi Akarit in Südtunesien an.

2. Weltkrieg: Britische und amerikanische Truppen treffen sich am Wadi Akarit, Südtunesien. Mit dem Zusammentreffen von Teilen der 8. britischen Armee unter Generalleutnant Bernard Law Montgomery und des II. US-Korps unter General George S. Patton in Tunesien beginnt die Einschließung der deutsch-italienischen Heeresgruppe Afrika.

General Montgomery besetzt die tunesische Hafenstadt Sfax.

2. Weltkrieg: Nach schweren Kämpfen bei Akarit zwischen den Allierten unter Montgomery und der deutsch-italienischen Armee mit großen Verlusten auf beiden Seiten ziehen sich die deutsch-italienischen Verbände auf die 250 km nördlich gelegene Linie Enfidhaville-Mansour zurück. Der Rückzug ist am 13. April abgeschlossen.

2. Weltkrieg: Alliierte Jagdflieger vernichten aus einem deutschen Transportverband für Tunesien 24 Flugzeuge des Typs “Ju 52” und zehn Begleitflugzeuge.

2. Weltkrieg: Bei Enfidhaville beginnt mit einer massiven Artillerievorbereitung die Schlacht von Enfidha. Auf dem Takrouna wehrt das 1. Bataillon des 66. italienischen Infanterieregiments „Trieste“ zusammen mit Einheiten des deutschen Panzergrenadierregiments 47 mehrere Angriffe weit überlegener alliierter Verbände ab. Erst nach tagelangen verlustreichen Kämpfen gelingt es den Alliierten, diesen strategisch wichtigen Hügel einzunehmen.
Zweiter Weltkrieg: Deutsche Truppen starten einen Gegenangriff auf die Allierten in Nordtunesien
Zweiter Weltkrieg: Die 34. US-Division besetzt den Jebel el Hara in Nordtunesien.
Zweiter Weltkrieg: Die 34. US-Division besetzt Hügel 609 in Nordtunesien.
Taieb Baccouche wird in Jemmal im Gouvernement Monastir geboren. Er wird Gewerkschafter und Politiker. In den Übergangsregierungen Mohamed Ghannouchi und Beji Caid Essebsi nach dem Sturz Ben Alis bekleidet er den Posten des Ministers für Erziehung (bis 24.12.2011).
Ilario Antoniazzi, späterer Erzbischof von Tunis, wird in Rai di San Polo di Piave), Provinz Treviso, Italien, geboren.

Der am 25. März 1952 neu ernannte tunesische Ministerpräsident, Salah el Din Baccouche, stellt sein Kabinett vor, das jedoch nur geringe Befugnisse hat. Frankreich behält als Kolonialmacht in Tunesien den weitreichenderen Einfluss auf die Außenpolitik und das Militär des Landes.

Ali Gharbi, späterer tunesischer Schwimmer, wird geboren.
Tahar Ben Ammar von der bei den Wahlen zur konstituierenden Nationalversammlung unterlegenen Destour Partei verlässt das Amt des Premierministers. Lamine Bey ruft Habib Bourguiba von der Neo-Destour zum neuen Premierminister aus.
Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung, 5 Tage nach der Unabhängigkeit von Frankreich, es siegte die Nationale Union, eine Allianz der Neo-Destour-Partei, des Allgemeinen Tunesischen Gewerkschaftsbundes, der Nationalen Union der Tunesischen Bauern und der Tunesischen Union der Handwerker und Händler.
Der Franziskanermönch Carlos Eduardo de Sabóia Bandeira Melo und Prälat von Palmas (Brasilien) wird von seinem Posten als Titularbischof von Girba abberufen. Girba ist ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche. Es geht zurück auf ein untergegangenes Bistum auf der Insel Djerba im heutigen Tunesien.
Tunesien wird Mitglied in der Weltbank und im Internationalen Währungsfond (IWF).

Bei einem viertägigen Treffen von Vertretern der marokkanischen Istiklal-Partei, der Neo-Destour-Partei Tunesiens und der algerischen Nationalen Befreiungsfront in Tanger wird in einer “Resolution über den Unabhängigkeitskrieg Algeriens” dem Land die “totale Unterstützung” Tunesiens und Marokkos zugesichert.

Die letzten beiden Straßenbahnlinien des seit 1900 bestehenden Stadtbahnnetzes von Tunis werden stillgelegt und durch Oberleitungsbusse ersetzt. Dies waren die Linie 3 nach Le Bardo und die Linie 4 nach Manouba. Nur zehn Jahre später wurde dann auch der Oberleitungsbusverkehr eingestellt.
In der Nacht auf den 22. April putschen in Algier vier konspirierende Generäle der französischen Streitkräfte außer Dienst gegen die Algerienpolitik des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle. Soldaten der Fremdenlegion bringen Algier unter ihre Kontrolle. Der Aufstand endet nach wenigen Tagen erfolglos, weil die Putschisten im Mutterland Frankreich keinen Rückhalt finden.
Algerien: Zwei Jahre nach der Unabhängigkeit Algeriens von Frankreich gibt die Zentralbank erstmals eine eigene Währung heraus, den algerischen Dinar (DA). Die erste ausgegebene Banknote ist der 50 DA Schein, gefolgt von Scheinen in den Stückelungen 5, 10 und 100 DA. 1 Dinar wird definiert mit einem Gegenwert von 180mg Gold. Die ersten Münzen werden erst 1987 ausgegeben.
Mohamed Mzali, tunesischer Politiker und Sportfunktionär wird als Nachfolger von Bahi Ladgham Verteidigungsminister im Kabinett Bourguiba (bis 7. November 1969).

Nach zehntägigen Regierungsverhandlungen zwischen Tunesien und der Bundesrepublik Deutschland in Bonn vereinbaren beide Länder Abkommen über finanzielle und technische Zusammenarbeit. Die Abkommen betreffen u.a. Bewässerungs- und Infrastrukturprojekte, land- und forstwirtschaftliche Vorhaben sowie den Tourismus.

Amel Karboul, tunesische Unternehmerin, Unternehmensberaterin und Politikerin, wird in Tunis geboren. Von Januar 2014 bis Februar 2015 war die in Deutschland lebende Karboul Ministerin für Tourismus in Tunesien.
Walid Soliman, tunesischer Dolmetscher und Schriftsteller, wird in Tunis geboren. Eine prominente Position in der tunesischen Kultur konnte er mit seinen Übersetzungen ins Arabische mehrerer berühmter Werke (u. a. von Jorge Luis Borges, Charles Baudelaire, Gabriel Garcia Marquez, André Breton, Mario Vargas Llosa) erreichen.
Mohammed Ali Akid, tunesischer Fußballspieler und Nationalspieler, stirbt in Riad, Saudi-Arabien unter mysteriösen Umständen. Nachdem 1979 zunächst offiziell verlautbart worden war, dass Akid während einer Trainingseinheit durch einen Blitzschlag starb, wurden 2012 bei der Autopsie seines Leichnams zwei Patronen gefunden. Nach seinem Tod wurde eine Straße in Tunis zu seinen Ehren benannt.
Mohamed Mzali, Minister für Nationale Erziehung wird von Präsident Habib Bourguiba zum Nachfolger von Premierminister Hédi Nouira berufen (bis 8. Juli 1986). Während seiner Amtszeit als Premierminister übt er vom 7. Januar 1984 bis zum 28. April 1986 auch das Amt des Innenministers aus.
Mariano Gaviola y Garcés, philippinischer Militärbischof (Philippinen) wird von seinem Posten als Titularbischof von Girba abberufen. Girba ist ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche. Es geht zurück auf ein untergegangenes Bistum auf der Insel Djerba im heutigen Tunesien.
Habiba Ghribi, tunesische Mittel- und Langstreckenläuferin, wird in Kairouan geboren. Ihre grössten Erfolge erzielte sie im Hindernislauf.
Chalil Ibrahim al-Wazir, palästinensischer Politiker und stellvertretender Chef der PLO (geb. 10. Oktober 1935 in Ramla), wird zusammen mit zwei Leibwächtern und einem Gärtner von einem 26köpfigen israelischen Elitekommando des Mossad in Tunis ermordet.
Zine al-Abidine Ben Ali wird mit 99,27 % der Stimmen zum Präsidenten gewählt
Die Partei Ettajdid (Bewegung für Erneuerung; französisch Mouvement Ettajdid) wird gegründet. Die Ettajdid entwickelte sich aus der alten Tunesischen Kommunistischen Partei.

Vertreter der Europäischen Union (EU) und der Regierung Tunesiens paraphieren einen Vertrag über eine umfassende Zusammenarbeit sowie den schrittweisen Abbau der Zollschranken. Es handelt sich um das erste EU-Abkommen dieser Art mit einem Staat Nordafrikas.

Das Office National des Télécommunications wird gegründet. 2002 erfolgt die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft namens Tunisie Telecom.
Papst Johannes Paul II. besucht Tunesien. In seiner Amtszeit hat er auf 104 Auslandsreisen insgesamt 127 Länder besucht.
Bahi Ladgham (geb. 1913), stirbt in Paris. Er war unter Bourguiba Premierminister, Verteidigungsminister, Finanzminister und Handelsminister.
Kiellegung der Fähre Carthage der CTN in einer Werft in Norwegen. Der Bau war 1997 in Auftrag gegeben worden.
Abd al-Aziz Bouteflika wird Staatspräsident von Algerien als Nachfolger von Liamine Zéroual.
Der ehemalige tunesische Staatspräsident Habib Bourguiba verstirbt in Monastir
Die Al-Ghriba Synagoge auf Djerba wird Ziel eines Bombenanschlages der Al Qaida. 21 Menschen sterben, 30 weitere werden teils schwer verletzt. Dabei fuhr ein Lastwagen, der mit 5.000 Litern Flüssiggas beladen war, gegen die Synagoge und explodierte.
Deutschland schliesst mit Tunesien ein Abkommen über die Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität
In der Nacht zum 7. April verhaftet die Polizei rund 30 oppositionelle Gewerkschafter und Jugendliche in Redeyef, unter ihnen ihr Sprecher Hajji Adnane und steckt sie ins Gefängnis
Aufgrund von massiven Protesten der Bevölkerung in Gafsa wurden am Abend sämtliche am 6./7. April festgenommenen oppositionellen Gewerkschafter und Jugendliche aus der Haft freigelassen.
Der französische Minister für Immigration, Eric Besson, besucht Tunesien für eine erste Umsetzung der Vereinbarung über die gemeinsame Steuerung der Migrationsströme, die im Vorjahr im Beisein von Ministerpräsident Mohamed Ghannouchi unterzeichnet worden war.
Der französische Premierminister François Fillon beendet einen zweitägigen Besuch in Tunesien. Er unterzeichnete acht Kooperationsabkommen, darunter eines über die Verwendung ziviler Kernenergie.

Die Aschewolke des ausgebrochenen isländischen Vulkans Eyjafjallajökull führt tagelang zu massiven Beeinträchtigungen des Luftverkehrs in Europa und im Mittelmeerraum

Der tunesische Journalist und Regimekritiker, Taoufik Ben Brik, wird nach Verbüßung einer Haftstrafe von sechs Monaten aus der Haft entlassen
In Algier kommt es zu Studentendemonstrationen gegen das in Algerien herrschende Militärregime. Auch der Rücktritt Abd al-Aziz Bouteflikas wird gefordert. Die Sicherheitskräfte gehen gewaltsam gegen die Studenten vor, es kommt zu mindestens 50 Verletzten.
Fortsetzung der Studentendemonstrationen in Algier gegen das in Algerien herrschende Militärregime. Die Sicherheitskräfte gehen wie am Vortag gewaltsam gegen die Studenten vor, die Anzahl der Verletzten erhöht sich von 50 am Vortag auf mindestens 170.
In Marrakesch, Marokko, kommt es zu einem Terroranschlag auf ein Cafe, bei dem 17 Menschen ums Leben kommen.
Die bisherigen politischen Parteien Ettajid, PTT und QOTB gruppieren sich neu, der Name der neuen Partei ist: AL MASSAR
Bei einer friedlichen Gedenkveranstaltung anlässlich des Tages der Märtyrer kommt es auf der Avenue Habib Bourguiba und den umliegenden Straßen zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten. Die Polizei und zivile Schläger, die später als Milizen der regierenden Partei Ennahda identifiziert wurden, versuchten mit Schlagstöcken und Tränengas die Demonstration aufzulösen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt.
Beji Caid Essebsi ruft die Initiative Nidaa Tounes aus, aus der im Juni des Jahres eine Partei gleichen Namens entstehen wird.
Amtsantritt von Ilario Antoniazzi, geboren in Italien, als Erzbischof von Tunis
Übergangspräsident Moncef Marzouki nimmt in einer feierlichen Zeremonie im Palais de la République in Karthago einen Scheck in Höhe von 22 Millionen Euro vom Generalstaatsanwalt Ali bin Feitais al-Marri aus Katar und einer Delegation der UN entgegen. Es ist die erste Rückgabe von gestohlenem Volksvermögen nach der Revolution. Das Geld stammt von einem libanesischen Konto von Leila Trabelsi.
Tunesien erhält 28,8 Millionen Dollar vom Libanon aus beschlagnahmten Geldern des geflohenen Diktators Ben Ali
Faiza Skandrani, Professorin, Aktivistin in der Frauenbewegung und Kämpferin für die Rechte der Frauen verstirbt in Tunis.
Nach der Ankunft der neuen Einheitsregierung in Libyen eröffnet Tunesien seine Botschaft in Tripoli wieder.
Ahmed Brahim, Politiker, Gewerkschafter, Linguistikprofessor an der Universität Tunis und Gegenkandidat zu Ben Ali bei den Präsidentschaftswahlen 2009 (1,57%), stirbt nach langer Krankheit. Er war Generalsekretär der Partei Al Massar und späterer Präsident der neuen Partei Ettajid. Kurzzeitig bekleidete er den Posten des Erziehungsministers im ersten Kabinett nach der Revolution unter Mohamed Ghannouchi.
Das Anlegen des Sicherheitsgurtes für Fahrer und Mitfahrer wird auch innerhalb von Ortschaften und Städten Pflicht. Verstöße werden künftig mit 40 Dinar/Person bestraft.
EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici und die tunesische Finanzministerin sowie der Chef der Zentralbank unterzeichnen eine Vereinbarung über die Bereitstellung von weiteren 500 Mio. Euro durch die Europäische Kommission. Sie dienen der Bewältigung der wirtschaftlichen Probleme, vor denen das Land seit dem demokratischen Umbruch 2011 steht.
Der Minister für Bildung, Neji Jalloul und die Finanzministerin Lamia Zribi werden entlassen. Der Minister für Hochschulbildung, Slim Khalbous, übernimmt zusätzlich das Bildungsministerium und der Minister für Internationale Kooperation, Fadhel Abdelkafi, erbt ebenfalls zusätzlich das Finanzministerium
Die Abgeordnete der Al-Joumhouri-Partei, Faten Oueslati, stirbt nach langer, schwerer Krankheit.

Algerien: Beim Absturz einer Transportmaschine des Typs Iljuschin Il-76 (7T-WIP) des algerischen Militärs in der Nähe von Boufarik bei Blida, 30km südwestlich von Algier, kamen alle 257 Passagiere, darunter 10 Besatzungsmitglieder, ums Leben. An Bord der Maschine befanden sich militärisches Personal und ihre Familien, sowie Aktivisten der Polisario, die zu medizinischen Behandlungen in Algier waren.