Kalenderblatt – Heute in der Geschichte

Historische Ereignisse in Tunesien.


Gestern

  • Ereignisse
  • 1942 Zweiter Weltkrieg: Beginn des Unternehmens Theseus, des deutschen Angriffs an der Gazala-Front in Libyen. Bei Bir Hakeim und Bir el Harmat halten freifranzösische und jüdische Truppen Rommels Verbände auf, so dass das Gros der britischen 8. Armee sich geordnet zurückziehen kann.
  • 1943 Der Flughafen Monastir (Monastir Airfield) wird von der United States Army Air Forces besetzt und fortan von der 81. Air Force Fighter Group als Ausgangspunkt für Operationen in Tunesien benutzt (bis 10. August 1943)

Heute

  • Ereignisse
  • 2014 Bei einer terroristischen Attacke auf das Haus des damaligen Innenministers Lotfi Ben Jeddou in Kasserine werden 4 Sicherheitskräfte getötet.
  • Geburtstag
  • 1332 Ibn Chaldun, islamischer Historiker und Politiker, wird in Tunis geboren († 17. März 1406 in Kairo).

Morgen

  • Geburtstag
  • 1986 Sami Allagui, deutsch-tunesischer Fußballspieler, wird in Düsseldorf geboren.

Weitere Ereignisse aus diesem Monat in der Vergangenheit

Tag der Arbeit Der 1. Mai wird als Tag der Arbeit, Tag der Arbeiterbewegung, Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse oder auch als Maifeiertag bezeichnet. Er ist in Deutschland, Liechtenstein, Österreich, Belgien, Teilen der Schweiz und vielen anderen Staaten, darunter auch Tunesien, ein gesetzlicher Feiertag.
Ibn Chaldun, islamischer Historiker und Politiker, wird in Tunis geboren († 17. März 1406 in Kairo).
Die Seeschlacht von Djerba beginnt und dauert 6 Tage. In deren Verlauf fügt eine Flotte des Osmanischen Reichs unter Großadmiral Piale Pascha und Turgut Reis der Flotte einer von Spanien angeführten Koalition christlicher Mittelmeermächte eine vernichtende Niederlage zu, 18.000 Kämpfer der christlichen Armee verlieren ihr Leben.
Die Seeschlacht von Djerba zwischen einer Flotte des Osmanischen Reichs unter Großadmiral Piale Pascha und Turgut Reis sowie einer Flotte einer von Spanien angeführten Koalition christlicher Mittelmeermächte endet nach 6 Tagen mit einer vernichtende Niederlage für die christliche Armee, die 18.000 Kämpfer verlor.
Muhammad II. al-Husain (Mohammad Bey) (geb. 1810) wird Bey von Tunis bis zu seinem Tod (21. September 1859).
Nach dem Einmarsch französischer Truppen wird das bisher dem Osmanischen Reich zugehörige Tunesien durch den Vertrag von Kasr el Said, auch Bardovertrag genannt, zu einem Protektorat Frankreichs. Bey Muhammad III. al-Husain ist gezwungen, den Vertrag zu unterschreiben.
Theodore Roustan wird erster französischer Ministerresident in Tunesien (bis 28. Februar 1882).
Das Nationalmuseum Bardo (Musee national du Bardo), größtes archäologisches Museum Tunesiens, wird eröffnet. Es besitzt heute neben dem 2011 eröffneten Zeugma-Mosaik-Museum die weltweit bedeutendste Sammlung römischer Mosaiken.
Der Étoile Sportive du Sahel (ESS) wird gegründet. Der Sportverein aus der Stadt Sousse ist verwurzelt im Sahel, dessen Fußballabteilung eine der populärsten Mannschaften Tunesiens beherbergt.
Habib Ammar, tunesischer Politiker und Innenminister im Kabinett Ben Ali, wird in Sousse geboren.
Zweiter Weltkrieg: Beginn des Unternehmens Theseus, des deutschen Angriffs an der Gazala-Front in Libyen. Bei Bir Hakeim und Bir el Harmat halten freifranzösische und jüdische Truppen Rommels Verbände auf, so dass das Gros der britischen 8. Armee sich geordnet zurückziehen kann.
2. Weltkrieg: Die deutschen Truppen räumen Jefna in Tunesien
2. Weltkrieg: Die 1. US-Panzerdivision besetzt Mateur in Tunesien
Muhammad al-Munsif Bey (Moncef Bey), Bey von Tunis, wird von den freien Franzosen de Gaulles unter dem Vorwurf, Sympathisant des Vichy-Regimes zu sein, abgesetzt und durch Lamine Bey ersetzt. Seine kurze Regierungszeit ist vom Kampf gegen die Korruption sowie der Verteidigung der verfolgten Juden geprägt.
Die 11. britische Husarenkompanie besetzt die tunesische Hauptstadt Tunis.
Die 1. US Panzerdivision besetzt Ferryville, Tunesien (heute Menzel Bourguiba).
Die 9. US-Infanteriedivision besetzt Bizerte, Tunesien.
2. Weltkrieg: Die 5. deutsche Panzerarmee in Tunesien kapituliert.
Charles Emmanuel Mast ersetzt Jean-Pierre Esteva und wird französischer Generalresident in Tunesien (bis 22. Februar 1947)
2. Weltkrieg: Die Hermann Goering Division in Tunesien kapituliert.
Zweiter Weltkrieg: Die deutsche Armee in Tunesien kapituliert und geht in Gefangenschaft. Mehr als 21.000 Soldaten fielen in Tunesien und sind dort begraben, 12.917 Soldaten der Allierten und 8.562 deutsche Soldaten sind in Tunesien begraben.
Zweiter Weltkrieg: Die italienische 1. Armee in Tunesien unter ihrem Oberbefehlshaber Feldmarschall Giovanni Messe kapituliert als letzter Großverband um 12:30 Uhr.
Mohamed el-Amine Bey (Lamine Bey), geb. 1881, wird als Nachfolger seines von den Franzosen abgesetzen Cousins Moncef Bey der neue Bey von Tunis.
Zweiter Weltkrieg: Abordnungen der britischen 1. und der britischen 8. sowie der US-amerikanischen Armee und der Forces françaises libres führen in Tunis eine Siegesparade durch, welche durch die Generäle Dwight D. Eisenhower, Alexander und Henri Giraud entgegengenommen wird.
Der Flughafen Monastir (Monastir Airfield) wird von der United States Army Air Forces besetzt und fortan von der 81. Air Force Fighter Group als Ausgangspunkt für Operationen in Tunesien benutzt (bis 10. August 1943)
Erstmalig wird in Tunesien der "Internationale Tag der Arbeit" begangen. Im Januar zuvor war die erste tunesische Gewerkschaft der Arbeiter (UGTT) gegründet worden. Heute ist der 1. Mai in Tunesien ein arbeitsfreier Tag und geprägt von Kundgebungen wie in vielen anderen Ländern auch.
Mohamed Brahmi, tunesischer Politiker, wird in Sidi Bouzid geboren.
Umbenennung des Gouvernorates Souk El Arba (seit 21. Juni 1956) in die aktuelle Bezeichnung Jendouba.
Der staatliche Fernsehsender Television Tunisienne 1 nimmt offiziell den Sendebetrieb auf. Er ist der älteste tunesische Sender und kann von 99,8 % der Bevölkerung Tunesiens empfangen werden.
Mohamed Mzali, tunesischer Politiker und Sportfunktionär wird erneut Minister für Nationale Erziehung im Kabinett Bourguiba (bis 25. April 1980).
Der erste Kinofilm der Star-Wars-Saga (Krieg der Sterne, später Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung) wird in den USA veröffentlicht. Teile des Films wurden in Südtunesien (Tataouine, Matmata) gedreht.
Der dänische Astronom Richard Martin West entdeckt am La-Silla-Observatorium der Europäischen Südsternwarte in Chile den Asteroiden 1971 BC1. Er wird später nach der tunesischen Hauptstadt Tunis benannt.
Lina Ben Mhenni, Dozentin für Linguistik und Übersetzerin an der Universität Tunis, wird geboren. Sie ist eine politische Bloggerin und Internetaktivistin, die sich für Menschenrechte und gegen Zensur einsetzt.
Ahlem Mansouri, tunesische Fußballspielerin wird in Radès im Gouvernement Ben Arous geboren.
Sami Allagui, deutsch-tunesischer Fußballspieler, wird in Düsseldorf geboren.
Die christliche Territorialprälatur Tunis wird zum Bistum erhoben, Fouad Twal aus Jordanien wird erster Diözesanbischof mit dem Titel eines Erzbischofs ad personam.
Algier, Algerien. Explosion einer Bombe in einem Cafe. 17 Verletzte.
Der im Jahr 1979 von dem dänischen Astronomen Richard Martin West entdeckte Asteroid 1971 BC1 wird auf Vorschlag des Entdeckers in (6362) Tunis umbenannt.
Der 26jährige arbeitslose Ali Ben Jeddou El Aleimi stirbt bei der Besetzungsaktion eines Stromgenerators, der die Phosphatminen mit Elektrizität versorgt, an einem Stromschlag und der 21jährige Taoufik Ben Salah landet im Koma. Der Generator war von der Gesellschaft wieder unter Strom gesetzt worden, als die Besetzer sich noch darin befanden, Hilfe kam erst nach mehreren Stunden
Am Nachmittag des Tages verlassen Tausende von Einwohner/innen der (30.000 Menschen zählenden) Bergbaustadt Redeyef im Rahmen einer kollektiven Evakuierung ihre Stadt, um sie den marodierenden Polizeikräften zu überlassen und Ihren Überdruss gegenüber der seit Wochen andauernden Besetzung ihrer Stadt durch uniformierte Kräfte zum Ausdruck zu bringen.
Eine Studentin an der Universität von Sousse (23) wird nach dem Anti-Terrorismus-Gesetz zu sechs Jahren Haft wegen der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung verurteilt. Sie hatte für die Opfer des israelischen Einmarsches in Gaza Geld gesammelt und dies für eine Reise nach Algerien verwendet, um in die Al Qaida im Maghreb einzutreten. Nach der Rückkehr ihres Mannes nach Tunesien wurde dieser verhaftet und zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt.
Die Regierung gibt bekannt, dass France Telecom und Turkcell bei der Ausschreibung zum Verkauf einer Lizenz für Festnetz und Mobilfunk inklusive der Einrichtung und Bereitstellung der Netzwerk-Services 2G und 3G bieten.
Die französische Baumarktkette Bricorama eröffnet in den nördlichen Vororten von Tunis den ersten Markt des Landes, spezialisiert auf Heimwerkerbedarf. Der tunesische Partner ist die Med Business Holding Gruppe unter dem Vorsitz von Imed Trabelsi, dem Neffen der Präsidentengattin Leila Ben Ali.
Víctor Emilio Masalles Pere, Weihbischof in Santo Domingo (Dominikanische Republik), wird Titularbischof von Girba. Girba ist ein Titularbistum der römisch-katholischen Kirche. Es geht zurück auf ein untergegangenes Bistum auf der Insel Djerba im heutigen Tunesien.
Das Bistum Tunis wird erneut zum Erzbistum erhoben (erstmals am 10. November 1884 als Erzbistum Karthago), mit Maroun Elias Nimeh Lahham als erstem Erzbischof.
Bei einem grossen Treffen der Partei Nidaa Tounes wird Taieb Baccouche als Generalsekretär bestätigt.
Die tunesische Fähre Tanit, eine der größten Fähren der Welt, wird in Dienst gestellt und tritt am darauf folgenden Tag ihre Jungfernreise von ihren Bauort in Südkorea nach Tunesien an
Die Feministin Amina Sboui versucht, eine Aktion gegen den verbotenen Jahreskongress der militanten Salafistengruppe Ansar al-Scharia in Kairouan durchzuführen und wurde festgenommen.
Bei einer terroristischen Attacke auf das Haus des damaligen Innenministers Lotfi Ben Jeddou in Kasserine werden 4 Sicherheitskräfte getötet.
Bei einer landesweiten Großaktion gegen Extremisten sterben vier Terroristen, einer der Extremisten sprengt sich in die Luft und reißt vier Polizisten mit in den Tod. Zudem werden 16 Terrorverdächtige festgenommen und eine große Anzahl an Waffen und Munition sichergestellt.
Der Freidenker, Islamologe, Historiker und Professor, Mohamed Talbi, verstirbt im Alter von 95 Jahren in Tunis. Er wird auf dem Friedhof von El Jalez in Tunis beerdigt.
18 Personen werden von einem tunesischen Gericht wegen terroristischer Akte im Jahr 2014 schuldig gesprochen. 2 Angeklagte werden wegen des Mordes an einem Wachmann zum Tode, die 16 anderen Angeklagten zu Haftstrafen zwischen 4 und 35 Jahren wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung und einer bewaffneten Auseinandersetzung nahe Tunis, verurteilt. Neun der Angeklagten wurden in Abwesenheit verurteilt.