Covid-19 Tunesien: Daten von Freitag, 17 April 2020

Covid-19-Zahlen für Tunesien von Freitag, 17 April 2020, ausgegeben durch das Gesundheitsministerium für die Analysen vom Vortag. Nach der Entdeckung von 42 Neuinfektionen am 16. April 2020 ist die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen auf 864 gestiegen. Es gab keine neuen Todesfälle, somit bleibt die Anzahl bei 37.
Weitere Themen: Pensionierte Sicherheitskraft festgenommen, die Personen in andere Gouvernorate transportierte / Zwei Flugzeuge mit rückgeführten Tunesiern in Monastir (MIR) gelandet / Poulina Group spendet Material für Krankenhäuser / Dreijähriges Kind von Covid-19 genesen / 70-jährige Frau von Covid-19 genesen / 46.000 Führerscheine und Fahrzeugscheine eingezogen
Die erste bestätigte Erkrankung wurde am 2. März 2020 in Tunesien registriert. Ein Archiv mit den Ereignissen der sechs Wochen zwischen dem 2. März und dem 16. April 2020 finden Sie hier: Archiv: Neuartiger Corona-Virus (Covid-19) in Tunesien – Die Entwicklung vom 2. März bis 16. April 2020

Nach der Entdeckung von 42 Neuinfektionenam Freitag, den 17. April 2020 in den Analysen vom 16. April 2020 ist die Gesamtzahl der bestätigten Infektionen auf 864 gestiegen.

Nachfolgend die Verteilung der Fälle nach Regionen:

  • Tunis: 193 Fälle
  • Ariana: 89 Fälle
  • Ben Arous: 87 Fälle
  • Manouba: 37 Fälle
  • Nabeul: 12 Fälle
  • Zaghouan: 3 Fälle
  • Bizerte: 18 Fälle
  • Beja: 3 Fälle
  • Jendouba: 1 Fall
  • Le Kef: 5 Fälle
  • Siliana: 1 Fall
  • Sousse: 71 Fälle
  • Monastir: 36 Fälle
  • Mahdia: 13 Fälle
  • Sfax: 31 Fälle
  • Kairouan: 6 Fälle
  • Kasserine: 5 Fälle
  • Sidi Bouzid: 5 Fälle
  • Gabes: 20 Fälle
  • Medenin: 84 Fälle
  • Tataouine: 32 Fälle
  • Gafsa: 32 Fälle
  • Tozeur: 4 Fälle
  • Kebili: 76 Fälle

Es wurden 710 Analysen durchgeführt, die in den Labors des Charles Nicolle-Krankenhauses, des Institut Pasteur in Tunis, des Fattouma Bourguiba-Krankenhauses in Monastir, des Farhat Hached-Krankenhauses in Sousse und des Habib Bourguiba-Krankenhauses in Sfax analysiert wurden. Insgesamt wurden 14.640 Analysen durchgeführt.

Die Zahl der Todesfälle liegt bei 37:

  • 5 in Tunis
  • 5 in Ariana
  • 3 in Ben Arous
  • 5 in Manouba
  • 1 in Nabeul
  • 1 in Bizerte
  • 1 in Kef
  • 5 in Sousse
  • 1 in Mahdia
  • 5 in Sfax
  • 1 in Sidi Bouzid
  • 3 in Médenine
  • 1 in Tataouine
  • Karthago: Die Präsidentschaft der Republik kündigte über ihre offizielle Facebook-Seite an, dass der nationale Sicherheitsrat nach seiner Sitzung am Freitag, dem 17. April, beschlossen habe, die allgemeinen Einschränkungsmaßnahmen zum Schutz der Gesundheit zu verlängern.
    Es bestehe die Möglichkeit, die Ausgangssperre im Ramadan abzumildern. In der Pressemitteilung wurde betont, dass die Regierung die maximale Frist für diese Verlängerung festlegen werde.
  • Jendouba/Sfax: Der kriminalpolizeiliche Dienst der Nationalgarde in Jendouba hat eine pensionierte Sicherheitskraft festgenommen, der ursprünglich aus Sfax stammte und vier Personen aus einem Kontaminationsgebiet nach Jendouba transportiert hat. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Inhaftierung der pensionierten Sicherheitskraft und zweier Passagiere an, während die beiden anderen Personen freigelassen wurden, da sie noch minderjährig waren. Sie wurden jedoch unter Quarantäne gestellt. Der SMUR (Mobiler Notfalldienst) hat die fünf festgenommenen Personen untersucht und Proben genommen.
  • Monastir: Zwei Flugzeuge aus Frankreich und Spanien sind am Nachmittag des 17. April auf dem internationalen Flughafen von Monastir gelandet; an Bord waren Tunesier, die in den beiden Ländern gestrandet waren. Der erste Flug von Marseille (Frankreich) beförderte 156 Personen. Letztere wurden in ein Hotel in der Touristengegend von El Kantaoui in Sousse gebracht, um sich der Isolation zu unterwerfen. 76 weitere tunesische Reisende aus Madrid (Spanien) werden die Quarantäne in einem Hotel in Mahdia verbringen.
  • Die Poulina Group Holding hat medizinisches Material an mehrere tunesische Krankenhäuser gespendet. Es handelt sich um 100.000 Schutzmasken und 100.000 Schnelltests, sowie 10 Desinfektionsstationen an den Eingängen von zehn Gesundheitseinrichtungen. Die Gruppe hatte auch schon 1 Million Dinar in den Solidaritätsfonds 1818 gespendet.
  • Bizerté: Ein dreijähriges Kind, das von seinem Vater kontaminiert wurde, hat sich vom Coronavirus erholt. Das Kind hatte keine Symptome außer ein wenig Fieber.
  • Nabeul: Eine siebzigjährige Frau, die im Universitätskrankenhaus Taher Maamouri in Nabeul liegt, hat ihren Kampf gegen Covid-19 gewonnen. Der Virus ist in ihrem Körper nicht mehr nachweisbar, sie gilt nun als fünfter geheilter Fall der Region. Darüber hinaus ist in der Region seit dem 2. April kein neuer Fall einer Kontamination mit dem Virus registriert worden. Die Gesamtzahl der Infizierten in der Region liegt bei 12 Fällen. Bisher wurden in der Region 493 Tests durchgeführt.
  • Siliana: Gegen einen Polizeibeamten, der verdächtigt wird, an dem Transport eines mit Covid-19 kontaminierten Mannes aus Gaâfour beteiligt zu sein, wurde eine Untersuchung eingeleitet. Der Beamte soll den Erkrankten in Begleitung seiner Mutter von Ben Arous nach Gaâfour (Gouvernorat Siliana) transportiert haben. Der beschuldigte Beamte wurde in seinem Haus für einen Zeitraum von 14 Tagen unter polizeilicher Überwachung medizinisch isoliert, wonach die Untersuchung fortgesetzt wird.
  • Tunesien: 46.000 Führerscheine und Fahrzeugscheine (Carte grise) wurden wegen des Verstoßes gegen die Eindämmungsmaßnahmen und die Ausgangssperre beschlagnahmt. 2.978 Personen wurden wegen Nichteinhaltung der Ausgangssperre und 1.155 Personen wegen Nichteinhaltung der Eindämmungsmaßnahmen  festgenommen.

Karten zur Verbreitung: Tunesien | Channel News Asia | Berliner Morgenpost | John Hopkins University | Worldometer
Hotlines (kostenlos): Psychologische Beratung: 80105050 | Kostenlose Notfallnummer im Falle einer vermuteten Infektion mit dem Covid-19 Virus: SAMU CORONA 80 10 19 19 oder allgemeine medizinische Notrufnummer 190