FTAV reagiert auf die Verlängerung der deutschen Reisewarnung

Die Entscheidung der deutschen Behörden, die Reisewarnung für 160 Staaten mindestens bis zum 31. August 2020 aufrecht zu erhalten, hatte eine sofortige Reaktion des Tunesischen Verbands der Reisebüros und des Tourismus (FTAV) zur Folge. Angesichts der Umstände und der Konsequenzen, die diese Entscheidung für die Ankunft von Touristen in Tunesien in diesem Sommer haben könnte, schickte die FTAV zwei dringende Briefe an den Repräsentanten der Deutschen Reisewirtschaft, den Deutschen Reiseverband (DRV) und die Europäische Vereinigung der Verbände der Reisebüros und Reiseveranstalter (ECTAA), der sie seit 2015 angehört.

In diesen vom Präsidenten des FTAV unterzeichneten Korrespondenzen erklärt Jabeur Ben Attouch, dass die von Tunesien ergriffenen Gesundheitsmaßnahmen es zu einem sicheren Ziel machen, zumal es sich um Maßnahmen handelt, die auf einem vom Tourismusministerium erstellten offiziellen Gesundheitsprotokoll basieren, dass den Anforderungen der WHO entspricht und alle sektoralen Aktivitäten betrifft.

An die Adresse von Norbert Fiebig, dem Präsidenten des des DRV (Deutscher Reiseverband) gerichtet, erklärte Jabeur Ben Attouch, dass der FTAV die Argumente unterstütze, die die deutschen Reiseprofis gestern nach der Bekanntgabe der Verlängerung der Reisewarnung durch ihre Regierung abgegeben habe, nämlich dass diese Reisewarnung nicht verhältnismäßig sei, da sierund 160 Staaten über einen Kamm schere, obwohl „der Infektionsprozess unterschiedlich sei“. „Als langjährige Partner glauben wir, dass der deutsche Tourist auf die von Tunesien umgesetzten Gesundheitsmaßnahmen vertrauen kann. Zu diesem Zweck bitten wir Sie, bei den deutschen Behörden zu intervenieren, um die Aufhebung der Beschränkungen für unser Ziel zu beantragen „, sagte der Präsident des FTAV.

An die ECTAA und ihre Präsidenten, Pawel Niewiadomski, gerichtet, bittet Jabeur Ben Attouch, „die Bedenken des FTAV den zuständigen deutschen Behörden zu übermitteln, in der Hoffnung, dass die unserem Land auferlegten Beschränkungen überprüft und aufgehoben werden, zum Wohle des deutschen Verbrauchers und der deutschen und tunesischen Reisewirtschaft“.

Der deutsche Außenminister Maaß hatte gestern bekanntgegeben, dass seine Regierung ihre Reisewarnung für mindestens 160 Länder, einschließlich Tunesien, bis mindestens zum 31. August 2020 aufrechterhalten werde. Eine Entscheidung, die für viele unerwartet kam, auch im Hinblick auf die Äußerungen des deutschen Entwicklungsministers Gerd Müller, der vorgeschlagen hatte, dass die Deutschen diesen Sommer wieder ans Mittelmeer nach Tunesien reisen könnte.

Quelle: Destination Tunisie