Explosion in Beirut: Tunesien schickt Hilfe und nimmt Verletzte auf

Anlässlich der Katastrophe in Beirut im Libanon, bei der eine große Menge an Ammoniumnitrat im Hafen explodiert waren, hat Präsident Kais Saied die Entsendung zweier mit Nahrungsmitteln, Medikamenten und medizinischen Gütern beladener Militärflugzeuge genehmigt. Zudem sollen einhundert Verletzte in Tunesien kostenlos behandelt werden.

Damit soll das brüderliche libanesische Volk unterstützt werden, um zur Hilfe für die zahllosen Verletzten bei diesem Unglück beizutragen, bei dem Dutzende unschuldiger Menschen getötet und Tausende von Bürgern verletzt wurden. Der Präsident der Republik ordnete außerdem an, dass eine Delegation aus Ärzten und Pflegekräften entsandt wird und zusätzlich einhundert (100) durch die Explosion verwundeter Menschen nach Tunesien zu holen und zu behandeln. Tunesien werde die Behandlungen bezahlen, die sowohl im Militärkrankenhaus in Tunis, als auch in den übrigen tunesischen Krankenhäusern durchgeführt werden.

Bei zwei aufeinanderfolgenden Explosionen am Vortag (04.08.2020) waren 2.750 Tonnen Ammoniumnitrat in Brand geraten und explodiert. Diese Substanz, die sowohl zu Dünger, als auch zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden kann, war vor Jahren als eine Schiffsladung beschlagnahmt worden und ohne die notwendigen Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen eingelagert worden. Bei den beiden Explosionen war nach Aussage libanesischer Behörden die halbe Stadt Beirut zerstört oder schwer beschädigt worden. Noch in fünfundzwanzig Kilometer Entfernung gingen Scheiben zu Bruch. Die Katastrophe forderte mit Stand 8. August 158 Menschenleben, mehr als 6.000 weitere Personen sollen verletzt worden sein.

Quelle & Bild: Präsidentschaft Tunesien

Anm.: Die Zahlen der Opfer wurden am 8. August 2020 dem offiziellen Stand angepasst!