Oudhna Ausgrabungsstätte: Stand der Sanierung bei 95 Prozent

Die Sanierungsarbeiten an der archäologischen Stätte von Oudhna (das frühere Uthina im Gouvernorat Ben Arous) in einem Tunesisch-Amerikanischen Projekt haben einen Ausbaustand von 95 Prozent erreicht. Die Arbeiten bestehen in der Sanierung der Empfangsstrukturen der Stätte. Nach den Angaben der regionalen Delegation für kulturelle Angelegenheiten in Ben Arous beläuft sich das Volumen der für die Realisierung dieser Werke bereitgestellten Mittel auf etwa 1,5 Millionen Dinar. Die Arbeiten, die seit dem Jahr 2019 laufen, sollen planmäßig 2022 beendet werden.

Die archäologische Stätte von Oudhna, deren Ruinen eine Fläche von fast fünf Kilometern Umfang einnehmen, liegt fünfzehn Kilometer südlich von Tunis an der Straße nach Zaghouan im Gouvernorat Ben Arous auf einer Anhöhe, umgeben von fruchtbaren, landwirtschaftlichen Flächen und bietet einen weiten Blick über die Ebene sowohl nach Norden in Richtung Karthago, als auch in den Süden und den Westen des Landes. Es gibt Überreste einer Festung, von Zisternen, eines Aquädukts, eines Triumphbogens, eines Theaters, eines Amphitheaters, einer Basilika mit einer kreisförmigen Krypta und einer Brücke. Dort sind auch viele Mosaike zu finden. Oudhna verfügt über ein gigantisches Kapitol, das sich über zwei Etagen von Kuppelsälen erhob, die heute noch sichtbar sind. Sein riesiges und gut erhaltenes Amphitheater wurde teilweise in den Hang eingebaut. In ihm fanden 16.000 Besucher Platz. Es wird von der lokalen Bevölkerung heute noch für verschiedene Veranstaltungen genutzt.
Weite, unter der Erde liegende Teile der Ausgrabungsstätte, wurden vom Nationalen Instituts für Kulturerbe zwischen 1996 und Ende 2003 freigelegt, wobei man sich auf die großen öffentlichen Denkmäler des Ortes konzentriert hatte: das Kapitol, das Amphitheater und die Bäder.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Tunis 2019 ihre Unterstützung für das Restaurierungsprojekt des Oudhna-Geländes bis zum Jahr 2022 ankündigte. Dieses Projekt besteht aus der Sanierung der alten Zisternen der Stätte und ihrer Umwandlung in ein archäologisches Schutzgebiet. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 110.000 US-Dollar. Das entspricht einem Gegenwert von fast 330.000 tunesischen Dinar.

Quelle: TAP