Tourismuseinnahmen: 3 Milliarden Dinar Verluste in 10 Monaten

Das Versiegen der Tourismuseinnahmen verschlimmert sich weiter. Innerhalb von 10 Monaten wurden in Tunesien Verluste in Höhe von 3 Milliarden Dinar verzeichnet.

Die tunesische Zentralbank (BCT) hat soeben die monetären und finanziellen Indikatoren bezüglich der in den ersten 10 Monaten des laufenden Jahres erzielten Tourismuseinnahmen in Fremdwährung auf den neuesten Stand gebracht. Die Zahlen zeigen einen starken Rückgang der Einnahmen aus dem Tourismussektor im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von mehr als 4,8 Milliarden Dinar im Jahr 2019 auf 1,8 Milliarden Dinar im Jahr 2020 sind die Einnahmen aus dem Tourismus um etwa 3 Milliarden Dinar gesunken.

Dies ist ein harter Schlag nicht nur für einen der am stärksten betroffenen und katastrophal betroffenen Sektoren aufgrund der Gesundheitskrise und der Auswirkungen der weltweiten Reisebeschränkungen, sondern auch für die finanziellen Einnahmen des Staates, die ihrerseits einen drastischen Einbruch verzeichnen. Laut Regierungschef Hichem Mechichi hat der Mangel an finanziellen Einnahmen für den Staat 7 Milliarden Dinar erreicht, woran nicht zuletzt der Tourismus beteiligt ist.

Nur die Spitze des Eisbergs

Tatsächlich sind die Deviseneinnahmen aus dem Tourismus nur die Spitze des Eisbergs und spiegeln nur einen Teil des Ausmaßes der Krise im Tourismussektor wider, da sie die Verluste im Inlandstourismus nicht berücksichtigen. Die wegen der ersten Welle der Epidemie verfügte Eindämmung hat den Tourismusunternehmen und Einrichtungen mit null Einnahmen großen Schaden zugefügt. Darüber hinaus werden Algerier und Libyer, die auf individueller Basis und nicht im Rahmen organisierter Reisen nach Tunesien kommen, noch nicht erfasst. Tatsächlich sind die Verluste in Bezug auf die Einnahmen aus dem Tourismus viel höher, wenn man auch die Stagnation anderer, direkt mit dem Tourismus verbundener Aktivitäten, wie Kunsthandwerk, Agrar- und Nahrungsmittelindustrie, Taxis, Cafés, Restaurants usw. berücksichtigt.

Titelbild: Symbolfoto

Quelle: Destination Tunisie