Rapsanbau in Tunesien jetzt auf 13.000 Hektar Fläche

Der Rapsanbau erfolgt seit der Wiedereingliederung in den tunesischen Saatkalender wieder auf etwa 13.000 Hektar Fläche (Saison 2019/2020), verglichen mit 856 Hektar in der Saison 2014/2015. Anbaugebiete sind die Gouvernorate Zaghouan, Nabeul, Bizerte, Jendouba, El Kef, Siliana und der Großraum Tunis. Auch die Produktion von Pflanzenölen ist von 175 Tonnen in der Saison 2014/2015 auf etwa 6.000 Tonnen in der Saison 2019/2020 angestiegen, so die Daten, die auf einer Arbeitssitzung am Freitag in Tunis vorgestellt wurden. Eine weitere Steigerung wäre wünschenswert.

Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, diesen Sektor durch wissenschaftliche Forschung in allen Bereichen zu unterstützen, wie z.B. die Entwicklung von technischen Paketen, die Steigerung der Produktionseffizienz und die Entwicklung der Qualität von Rapsölen entsprechend den Marktbedürfnissen. Sie betonten auch, wie wichtig es sei, an der Entwicklung der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Sektors zu arbeiten, um seine Nachhaltigkeit zu sichern, so eine Erklärung des Ministeriums.

Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums steht Raps (Colza) aus der Familie der Brassicaceae als pflanzliches Speiseöl weltweit an dritter Stelle nach Palmöl und Sojaöl. Diese blühende Pflanze, die von den Landwirten wegen ihrer sicheren Vermarktung nachgefragt wird, trägt dazu bei, den Ertrag auf Weizenanbauflächen um bis zu 15 Prozent zu verbessern.

Diese Pflanze wächst hauptsächlich auf tiefgründigen Böden, die reich an organischer Substanz sind, in Gebieten, in denen die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge über 400 Liter/m2 liegt, darunter Zaghouan, Nabeul, Bizerte, Jendouba, El Kef, Siliana und der Großraum Tunis.

Die Nachfrage nach dem Rapsanbau bleibt jedoch aufgrund des Klimas, des erst kürzlich begonnenen Anbaus und der Angst, bei der Wirtschaftlichkeit unter dem Potenzial zu bleiben.

Titelbild: Colza Tunisie

Quelle: TAP