Fortsetzung der Lockdown-Maßnahmen bis zum 14 Feb 2021

Fortsetzung der Lockdown-Maßnahmen bis zum 14 Februar 2021: Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums, Nissaf Ben Alaya, hielt am Samstag, den 23. Januar 2021, eine Pressekonferenz ab, um auf die Gesundheitssituation und die Maßnahmen einzugehen, die auf der Grundlage der Empfehlungen der wissenschaftlichen Kommission zur Bekämpfung von Covid-19, die gestern tagte, ergriffen werden. Erleichterungen soll es ab kommendem Montag für die Gastronomie geben.

Nissaf Ben Alaya sagte, dass sich die Gesundheitssituation mit einem Anstieg der Zahl der Kontaminationen, der Todesfälle und der schweren Fälle verschlechtert habe. „Diese Situation läuft auf eine generelle Laxheit und mangelnden Respekt vor Hygienemaßnahmen, der sozialen Distanzierung und der Gesundheitsprotokolle hinaus“, erklärte sie. Aus der Ärzteschaft (Dr. Klouz) hörte man gestern sogar, dass bei diesem Tempo des Infektionsgeschehens die Patienten bald nicht mehr behandelt werden können und die Menschen auf der Straße sterben werden, wenn die Maßnahmen weiterhin nicht eingehalten würden.
Sie führte fort, dass die derzeitige Situation sehr ernst sei, weil die Maßnahmen nicht buchstabengetreu angewandt wurden, und wies darauf hin, dass, wenn sich die Indikatoren nicht verbessern, andere drastische Maßnahmen ergriffen werden könnten, wie z. B. eine allgemeine Eindämmung, die zweifellos noch gefährlichere wirtschaftliche und soziale Auswirkungen hätte.

So kündigte sie vom 25. Januar bis 14. Februar 2021 folgende Maßnahmen an:

  • Fortführung der Ausgangssperre von 20 Uhr bis 5 Uhr
  • Fortsetzung des Verbotes von überregionalen Reisen
  • Fortführung von Schichtarbeit und Telearbeit so lange wie möglich
  • Verbot von Versammlungen und Festivitäten
  • Fortführung von Hygieneprotokollen für Cafés und Restaurants
  • Aufruf an Menschen über einem Alter von 65 Jahren, öffentliche Plätze zu meiden
  • Wiederaufnahme des Unterrichts in Schulen und Universitäten mit strikter Anwendung von Gesundheitsprotokollen

Obwohl die gesundheitliche Situation in Tunesien katastrophal ist, hat das wissenschaftliche Komitee beschlossen, das Gesundheitsprotokoll für Cafés, Teestuben und Restaurants zu lockern. Diese dürfen ihre Kunden wieder in ihren Geschäften bedienen, wobei die Aufnahmekapazität auf 30% im Innenbereich (geschlossener Raum) und 50% im Außenbereich (Terrasse) beschränkt ist.

Jede Zuwiderhandlung werde allerdings streng bestraft, warnt Nissaf Ben Alaya, Sprecher des Gesundheitsministeriums und Generaldirektor des Observatoriums für neue und aufkommende Krankheiten (OMNE), und sagt, dass zusätzlich zu den Bußgeldern auch die Geschäfte sofort geschlossen werden können. Sie erinnerte auch daran, dass Kartenspiele und Chicha in diesen Räumen, die auch belüftet sein müssen und in denen regelmäßig Sterilisationsmaßnahmen durchgeführt werden müssen, verboten bleiben, wohlwissend, dass die Kontrollen und Maßnahmen verstärkt werden.

Quelle: Ministerium für Gesundheit