Fälschung von PCR-Tests: Länder drohen mit Einstellung der Verbindungen aus Tunesien

Fälschung von PCR-Tests: Angesichts der Zunahme von manipulierten PCR-Tests bei aus Tunesien ankommenden Passagieren drohen mehrere Länder mit der Schließung ihrer Flugverbindungen bzw. Ablehnung von Flügen aus Tunesien. Nach mehreren übereinstimmenden Quellen hätten sich mehr und mehr Passagiere, die in den letzten Wochen in Tunesien eingestiegen sind, an den Grenzen im Ausland mit negativen PCR-Tests vorgestellt, die eine Fälschung waren.

Obwohl es unmöglich ist, die Zahl der entdeckten falschen Tests zu beziffern, bleibt die Tatsache bestehen, dass diese Praxis unglückliche Folgen für die Reisetätigkeit und die Branche haben könnte, die bereits sehr stark von der Covid-Krise betroffen ist. Die Fluggesellschaften sind der Meinung, dass sie mit ihren Möglichkeiten nicht erkennen können, ob der von einem abfliegenden Passagier vorgelegte Test eine Fälschung oder echt ist und daher das Boarding nicht verweigern könnten. Erst bei den Gesundheits- oder Polizeikontrollen bei der Einreise im Ausland wären die Mängel aufgefallen.

In der Realität scheint es zwei Arten von Fälschungen zu geben: Es gibt angeblich PCR-Tests, bei denen die Namen durch Computermanipulation verändert wurden, aber auch angeblich „wahr-falsche“ Tests mit negativen Ergebnissen, die aus Gefälligkeit ausgestellt wurden.

Angesichts dieses internationalen Phänomens, dass es nicht nur in Tunesien gibt, haben einige Destinationen damit gedroht, ihre Flugverbindungen mit allen Ländern einzustellen, die die Ausgabe ihrer PCR-Tests nicht streng genug kontrollieren oder diese neuen Arten von Fälschern nicht aufspüren.

Einige Reiseprofis glauben, dass die hohen Kosten des RT-PCR-Tests in Tunesien (Anm.: 209 Dinar) die Hauptursache seien, dass aber auch die Dringlichkeit zu reisen, ohne auf die Ergebnisse warten zu können, ein zweiter Faktor sei, der dieses Phänomen erklärt. Angesichts dieser Bedrohung, die auch eine gesundheitliche Gefahr sei, haben mehrere Länder Berichten zufolge Maßnahmen ergriffen, indem sie eine obligatorische digitale Rückverfolgbarkeit für die RT-PCR-Tests oder die Verwendung eines QR-Codes vorschreiben, der einfach zu implementieren sei und nicht zu manipuliert werden kann, da alle Angaben innerhalb des Codes gespeichert seien.

Quelle: Destination Tunisie