Maßnahmen und Einreisebestimmungen (Update 28 Apr 2021)

Update vom 28 Apr 2021: Ab dem 3. Mai 2021 wird für alle Ankommenden in Tunesien eine Pflichtquarantäne von sieben Tagen verhängt, die an Orten stattfinden muss, die von den Behörden bestimmt werden (Quarantänezentren oder gebuchtes Hotel). Abgeschlossen wird die Quarantäne durch einen Test zwischen dem 5. und 7. Tag. Die aktuelle Meldung: 28.04.2021: Neue Maßnahmen: Erneut Pflichtquarantäne für Einreisende

Am Mittwoch, den 7. Apr 2021, wurden neue Maßnahmen bekanntgegeben, die die Maßnahmen vom März 2021 teilweise aufheben, ab dem 9 April 2021 greifen und vorerst bis zum 30. April 2021 gelten. Öffentliche und private Versammlungen werden verboten, die Ausgangssperre beginnt um 22 Uhr  (ursprünglich war 19 Uhr vorgesehen) und Einreisende aus dem Ausland müssen eine fünftägige Quarantäne einhalten

Die nationale Kommission, die für den Kampf gegen das Coronavirus zuständig ist, hat beschlossen, ab dem 8. März 2021 die obligatorische Unterbringung in Hotels für Personen, die in Tunesien ankommen, aufzuheben und gleichzeitig andere Maßnahmen für Reisende zu ergreifen, um die Ausbreitung der Pandemie zu verhindern.

In einer Konferenz an diesem Freitag, den 5. März 2021, erläuterte Nissaf Ben Alaya, Sprecher des Gesundheitsministeriums, die neuen Einreisebedingungen:

  • Vor der Einreise muss eine elektronische Einreiseanzeige auf der Webseite https://app.e7mi.tn/ vorgenommen werden.
  • Reisende müssen bei ihrer Ankunft einen negativen PCR-Test (weniger als 72 Stunden alt) vorweisen (mit Ausnahme von Kindern unter 12 Jahren, die von dieser Maßnahme befreit sind).
  • Ein Ausdruck des Test-Zertifikats ist vom Passagier bei Ankunft auf den tunesischen Flughäfen an der Körpertemperaturkontrollstelle abzugeben.
  • Nach der Einreise hat der Passagier sich einer Quarantäne (zu Hause oder in der gebuchten Unterkunft) zu unterziehen. Ab dem 9. April 2021 muss laut neuer Verordnung zwingend eine fünftägige Quarantäne nach der Einreise erfolgen.
  • Vor Ablauf der fünftägigen Quarantäne muss ein zweiter Test durchgeführt werden. Der Termin für diesen zweiten PCR-Test muss VOR Abflug nach Tunesien online beim tunesischen Gesundheitsministerium reserviert werden.
  • Test negativ: Quarantäne kann vorzeitig beendet werden. Die Vorschriften des Gesundheitsprotokolls sind einzuhalten
  • Test positiv: Geschlossene Quarantäne in einem Covid-19-Zentrum.

Der zweite Test nach 48 Stunden muss schon vor Abreise in Richtung Tunesien über das Portal rdvtestcovid.tn vereinbart werden. Ein Ausdruck ist bei Einreise vorzulegen. Das Formular muss in französischer Sprache ausgefüllt werden. Nach der Auswahl des Gouvernorats kann in einem weiteren Auswahlmenu (Pulldown) ein Labor ausgewählt werden, dass den Test durchführen soll.

Hechmi Louzir, Direktor des Pasteur-Instituts von Tunis und Mitglied des wissenschaftlichen Komitees, sagte heute, dass der Test für alle ausländischen Einreisenden obligatorisch sei, auch für diejenigen, die geimpft seien, und erklärte, dass diejenigen, die geimpft sind, abhängig vom verwendeten Impfstoff zwar geschützt seien, aber die Krankheit sehr wohl auf diejenigen übertragen können, die nicht geschützt sind.

Prof. Ben Alaya spezifizierte auch, dass Schnelltests stichprobenartig bei Personen durchgeführt werden, die aus dem Ausland kommen, und zwar sobald sie in Tunesien ankommen. Die Sprecherin des Gesundheitsministeriums erklärte, dass sich die Gesundheitssituation in Tunesien verbessert, aber mit einer Positivrate der Tests von 20 % bleibt sie besorgniserregend. „Trotz der Verbesserung der Indikatoren müssen wir wachsam bleiben, vor allem da Fälle mit der britischen Variante B.1.1.7 in Tunesien entdeckt wurden“, fügte sie hinzu.

Das Komitee beschloss außerdem, die Ausgangssperre von 22.00 Uhr auf 5.00 Uhr zu reduzieren und das Reiseverbot zwischen den Regionen aufzuheben. Im Gegenzug wurde der Personenverkehr in und aus Gebieten mit hoher Verbreitung des Coronavirus verboten, während Cafés und Restaurants aufgrund der späteren Ausgangssperre bis 20.00 Uhr, also eine Stunde länger, geöffnet bleiben durften.

Diese Maßnahme wird zwar zweifellos den Reisemarkt beleben, bleibt aber wie in Frankreich und Belgien von Ausreisebeschränkungen abhängig. Das tunesische Gesundheitsministerium hat keine Angaben zu bereits geimpften Reisenden und deren möglicher Befreiung vom PCR-Test gemacht.

Für die Reiseveranstalter und ihre Partner ist die Aufhebung des Einschlusses jedoch ein erster Schritt zu einer – wenn auch nur teilweisen – Wiederaufnahme der Aktivitäten, da sie die Erstellung von Reiseprogrammen ermöglicht, die durch die im Februar verhängte einwöchige Sperre unmöglich gemacht worden waren.

Allerdings wurden vom Gesundheitsministerium bisher keine Maßnahmen zur Lockerung von Tagungen und Konferenzen genannt, was Hoteliers und Veranstalter in einer Situation der Unsicherheit zurücklässt.

Titelbild: Nissaf Ben Alaya (Symbolfoto)

Quellen: Tuniscope | Kapitalis | Destination Tunisie