Vertrieb von subventioniertem Pflanzenöl läuft wieder an

Jamel El Oref, Finanzdirektor der Berufsvereinigung der Lieferanten von subventioniertem Speiseöl, sagte am Samstag, den 16. Oktober 2021, gegenüber der Presseagentur TAP, dass der Vertrieb von subventioniertem Pflanzenöl auf dem tunesischen Markt ab Dienstag, den 19. Oktober 2021, vorerst wieder normal laufen werde.

„Der Markt für subventioniertes Pflanzenöl, ein Produkt, das derzeit seit fast 25 Tagen nicht mehr auf Lager ist, werde mit 9.000 Tonnen versorgt, da dieses Öl, dessen Preis niedrig ist (0,900 Dinar/Liter), das wichtigste Grundnahrungsmittel für tunesische Familien mit niedrigem und mittlerem Einkommen darstelle. Angesichts dieses Mangels müssen die Tunesier auf nicht subventionierte Pflanzenöle zurückgreifen, die in Plastikflaschen abgefüllt seien und zu einem Preis von mehr als 4 Dinar/Liter verkauft werden, da sie sich den Kauf von Olivenölen nicht leisten können. Diese Menge reicht jedoch nur für einen Bedarf von 20 Tagen“, so El Oref, der in diesem Zusammenhang darauf hinweist, dass die Ministerin für Handel und Exportentwicklung, Fadhila Rabhi Ben Hamza, die kürzlich in die Regierung von Najla Bouden berufen wurde, versprochen habe, den Markt für subventioniertes Pflanzenöl bis Ende des Jahres zu regulieren.

Er fügte hinzu: „Die Versorgung mit Pflanzenöl, dass vom Staat mit 1.500 Dinar pro Liter subventioniert werde, sei in den letzten drei Jahren aufgrund eines chronischen Mangels an Vorräten gestört worden, da es keine Strategie zur Bereitstellung eines Pufferlagers für dieses Produkt gäbe“. Die für die Einfuhr dieses Erzeugnisses bereitgestellten Haushaltsmittel reichen also nicht aus, um den Bedarf der tunesischen Verbraucher zu decken, der auf 170.000 Tonnen pro Jahr geschätzt wird und das vor dem Hintergrund eines kontinuierlichen Anstiegs des Weltmarktpreises, der bei 1.400 Dollar pro Tonne liegt, während er sich früher zwischen 800 und 1.000 Dollar bewegte.
Jamel El Orf stellt fest, dass die Einfuhren von Pflanzenöl, die vom Staat subventioniert würden, rückläufig seien. Seit 2018 schwanken die monatlichen Einfuhren dieses Öls zwischen 6.000 und 9.000 Tonnen, während der Marktbedarf vom Nationalen Amt für Statistik (INS) auf 15.000 Tonnen geschätzt würden.

Quelle: Business News