Tunisair: 336,7 Mio Dinar Nettoverlust, 2142,6 Mio Dinar Schulden

Der Bericht über “Öffentliche Unternehmen”, der kürzlich vom Finanzministerium veröffentlicht wurde, zeichnet tiefrote Zahlen für die Tätigkeit der nationalen Fluggesellschaft Tunisair. Die Fluggesellschaft Tunisair verzeichnete im Jahr 2020 einen Nettoverlust von 336,7 Mio Dinar, gegenüber 18,9 Millionen Dinar im Jahr 2019, was einem Anstieg von 1.681,5 % entspricht, sowie 2.142,6 Mio Dinar Schulden. Besonders beeinträchtigt wird die Wettbewerbsfähigkeit der Gesellschaft durch die hohen Personalkosten für rund 350 Mitarbeiter pro Flugzeug, während international höchstens 80 bis 100 Mitarbeiter pro Flugzeug Standard sind.

Dieser Verlust resultierte aus dem Rückgang des Betriebsergebnisses der Fluggesellschaft um 281,6 Millionen Dinar im Vergleich zu 2019 und dem Anstieg der sonstigen ordentlichen Verluste um 46 Millionen Dinar (69,6%). Die Betriebseinnahmen der Fluggesellschaft sanken um 1.224,7 Millionen Dinar, was einem Rückgang von 68,2% gegenüber 2019 entspricht. Die Betriebskosten wiederum sanken um 943,1 Millionen Dinar, was einem Rückgang von 52,8% entspricht.

Das Dokument des Finanzministeriums wies zudem darauf hin, dass sich die Schulden der Fluggesellschaft im Jahr 2020 auf 2.142,6 Millionen Dinar (2,1426 Milliarden Dinar) belaufen würden, gegenüber 1.954,5 Millionen Dinar im Jahr 2019.

Die Personalkosten (insbesondere Löhne und Gehälter) beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der nationalen Fluggesellschaft Tunisair stark, die 7.000 Mitarbeiter für knapp 20 funktionstüchtige Flugzeuge (350 Mitarbeiter pro Flugzeug) beschäftigt, während die internationalen Standards eine Höchstzahl von 80 bis 100 Mitarbeitern pro Flugzeug vorsehen.

Der Bericht erläuterte, dass die Entwicklung der Personalkosten der öffentlichen Einrichtungen, darunter Tunisair, im Zeitraum 2018-2020 nicht auf eine Umsatzentwicklung dieser Einrichtungen oder eine Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter zurückzuführen sei, sondern auf den Abschluss oder die Umsetzung von Sozialverträgen über Lohnerhöhungen oder Sachleistungen.

Quelle: Webdo

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