Nouvelair platzt der Kragen: „Sofortmaßnahmen für Tunis-Carthage!“

Trotz einer zu erwartenden vielversprechenden Saison appelliert die Fluggesellschaft Nouvelair an die Behörden, Sofortmaßnahmen für den Flughafen Tunis-Carthage zu ergreifen, der als „schwarzer Fleck“ gilt. „Wenn keine dringenden Maßnahmen für den Flughafen Tunis-Carthage eingeleitet werden, kann das alle Vorbereitungen der Fluggesellschaften vermasseln“. Diesen Alarmruf richtete Chokri Zarrad, Generaldirektor von Nouvelair, am 1. April auf einer Pressekonferenz in Tunis an die Öffentlichkeit.

Der Verantwortliche der größten privaten tunesischen Fluggesellschaft beklagte die Hindernisse für einen reibungslosen Ablauf der Passagierströme auf dem Flughafen der Hauptstadt und mahnte dringende Sofortmaßnahmen an. Er erinnerte bei dieser Gelegenheit daran, dass das Kundenerlebnis in den ersten Phasen der Reise, beginnend mit der Buchung des Tickets online oder in einer Filiale, vollkommen und optimal sein könne, dass sich dieses positive Erlebnis jedoch ab der Ankunft am Flughafen Carthage massiv verschlechtern könne.

Chokri Zarrad nannte einige konkrete Beispiele, wie z. B. die Verfügbarkeit von Check-in-Schaltern, die der Fluggesellschaft zur Verfügung gestellt wurden. „Wir haben keine Kontrolle darüber, wie viele Schalter am Flughafen geöffnet sind, und wir kämpfen darum, fünf Schalter zu haben“, klagte er. „Was soll man machen, wenn wir vier Flüge in einem Zeitfenster von einer Stunde haben?“ Er erinnerte daran, dass die Schuld für diese Planung nicht bei der Fluggesellschaft liege.

Morgens ist es Fluggesellschaften unmöglich, pünktlich abzufliegen
„In Tunis ist es unmöglich, morgens pünktlich abzufliegen, und das ist nicht die Schuld der Fluggesellschaft, alles ist bereit, das Flugzeug, die Besatzung usw.“. Das Problem ist der Weg des Passagiers, der manchmal bis zu einer Stunde allein für die polizeilichen Formalitäten benötigt. (Anmerkung aus eigener Erfahrung: Trotz hoher Passagierzahlen nur wenige Schalter für die Passkontrolle geöffnet)
„Es liegt im Interesse des Landes, diese Probleme zu lösen, um den Passagieren und insbesondere den Tunesiern im Ausland optimale Empfangsbedingungen zu bieten“, betonte er in sehr diplomatischen Worten, die jedoch das Ausmaß der erlebten Probleme erahnen lassen.

Diese Schwierigkeiten scheinen jedoch nur in Tunis zu existieren, denn die anderen Flughäfen, selbst die weniger modernen wie Monastir oder Djerba, bieten nach wie vor Dienstleistungen nach den Standards an. Dies lässt darauf schließen, dass das Problem in Tunis-Carthage nicht rein strukturell, sondern in erster Linie organisatorischer Natur ist.

Quelle: Destination Tunisie

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