Moez Belhassine enthüllt Plan zur Wiederbelebung der Tourismusbranche

In einer Pressekonferenz am 18. Mai 2022 begrüßte der Tourismusminister Moez Belhassine die Rückkehr der Pilgerfahrt El Ghriba nach zwei Jahren Aussetzung durch die Corona-Pandemie. Er erläuterte seinen Plan zur Wiederbelebung der Tourismusbranche, bei dem nationale und internationale Experten zugezogen wurden, um eine Tourismusstrategie bis zum Jahr 2035 zu entwickeln.

Der Minister erklärte, dass die Insel Djerba zum Symbol des guten Zusammenlebens und der Koexistenz zwischen jüdischen, muslimischen und christlichen Gemeinschaften geworden sei: „Auf diesen Werten wollen wir gemeinsam den tunesischen Tourismus wieder aufbauen“. Er erinnerte an die Auswirkungen der Ausbreitung des Coronavirus auf die tunesische Wirtschaft und den Tourismussektor und betonte die Notwendigkeit, die strategischen Entscheidungen für einen widerstandsfähigeren und weniger anfälligen Tourismus zu überdenken.

„Wir haben uns seit März 2020 mobilisiert, um die negativen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie zu mildern. Die Regierung hatte eine Reihe von Maßnahmen zur Unterstützung der Tourismusaktivitäten ergriffen. Unserer Ansicht nach waren diese Manöver erfolgreich und hatten ab der zweiten Hälfte des Vorjahres eine leichte Erholung eingeleitet. Diese Erholung bestätigte sich im Jahr 2022, da die Indikatoren in Richtung eines positiven Trends für die Sommersaison wiesen.
Wir haben nationale und internationale Experten hinzugezogen, um uns bei der Ausarbeitung der tunesischen Tourismusstrategie bis zum Jahr 2035 zu unterstützen.
Wir haben uns für einen partizipativen Ansatz für einen inklusiven, nachhaltigen und widerstandsfähigen Tourismus entschieden, der den erhofften touristischen Übergang gewährleisten kann, der sowohl ausländische als auch einheimische Touristen anspricht“, fügte er hinzu.

Moez Belhassine erklärte, sein Ministerium strebe an, die im Jahr 2019 erreichten Zahlen bis zum Jahr 2023 wieder zu erreichen. Für das Jahr 2022 habe sich das Ministerium zum Ziel gesetzt, zwischen 50% und 60% der Zahlen von 2019 zu erreichen.
Er nutzte die Gelegenheit, um den Plan zur Wiederbelebung der Tourismusbranche mit dem Titel „Tourisme tunisien post Covid: de la résilience à la réinvention“ (Tunesischer Tourismus nach Covid: von der Widerstandsfähigkeit zur Wiederbelebung) vorzustellen.

Der Minister erinnerte daran, dass der tunesische Tourismus zwischen 9% und 14% des BIP ausmache, 40% zur Deckung des Handelsdefizits beitrage, 12% der Erwerbsbevölkerung (d. h. 400.000 Beschäftigte) umfasse und die Einnahmen aus dem Tourismus 2019 5,6 Milliarden Dinar erreicht hätten. „Unsere Vision für den tunesischen Tourismus ist ein kollektiver Ansatz, der alle Akteure einbezieht. Wir sehen einen effizienten Übergang von der konjunkturellen Krise zum strukturellen Wandel“, fügte er hinzu.

Moez Belhassine erklärte, dass der Plan zur Wiederbelebung auf drei Zielen basiere:

  • Ankurbeln, um kurzfristig wieder auf die Beine zu kommen
  • Neu konzipieren, um umzustrukturieren und mittelfristig neu anzufangen;
  • Neu gestalten, um neue Möglichkeiten zu schaffen und unsere langfristigen Entwicklungsperspektiven zu erweitern.

Die Strategie ist mit sechs Notwendigkeiten ausgestattet, um die Dynamik und den Übergang des Tourismus zu einem Sektor mit vielen Facetten zu starten und aufrechtzuerhalten. Dabei handelt es sich um: Diversifizierung, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Qualität, Ausbildung und Inlandstourismus.
Der Minister erwähnte die Maßnahmen, die die Regierung ergriffen hatte, um den Auswirkungen der durch die Ausbreitung des Coronavirus ausgelösten Krise entgegenzuwirken, insbesondere das strenge Gesundheitsprotokoll, dass sich als wirksam erwiesen habe.

„Unser Plan zur Wiederbelebung der Wirtschaft konzentriert sich auf sieben Elemente: Gesundheit, Umwelt, Transport und Erreichbarkeit Tunesiens, Sicherheit, Diversifizierung, Marketing und Kommunikation sowie sozioökonomische Aspekte“, fuhr er fort. 
Der Minister sprach in diesem Zusammenhang von der Schaffung des Labels „Tounes lik“, das den Inlandstourismus fördern soll, sowie von der Durchführung mehrerer Kampagnen zur Sauberkeit und Verschönerung von Sehenswürdigkeiten. Er betonte auch die Bedeutung von Veranstaltungen und Treffen wie der Ghriba-Pilgerfahrt und dem Frankophoniegipfel für die Förderung des Tourismus.

Quelle: Business News

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