Parlamentswahlen 2022: 7 Wahlkreise ohne Kandidaten

Die Unabhängige Hohe Wahlbehörde (ISIE) hat am Donnerstag, den 3. November 2022, eine Pressekonferenz abgehalten, um die Ergebnisse der Kandidaturen für die am 17. Dezember 2022 stattfindenden Parlamentswahlen sowie die Vorbereitungen für den Wahlkampf bekannt zu geben. Der Vorsitzende der ISIE, Farouk Bouasker, erklärte, dass die Wahlbehörde in sehr kurzer Zeit mehr als 1.400 Kandidaturen geprüft habe und lobte die Anstrengungen der IRIE-Beamten in ganz Tunesien. Allerdings seien 7 Wahlkreise ohne Kandidaten.

In diesem Zusammenhang wies er darauf hin, dass die ISIE-Beamten zur Sammlung der Patenschaften beigetragen haben, insbesondere für die Durchführung der Beglaubigung der Unterschriften. Bouasker versicherte, dass die Instanz mehr als 630 Beamte in 310 Büros für diese Operation eingesetzt habe und dass die Gesamtzahl der beglaubigten Unterschriften bis zum 2. November 562.939 erreicht hat. Er fügte hinzu, dass die Instanz alle logistischen Mittel bereitgestellt habe, die für einen reibungslosen Ablauf der Einreichung der Kandidaturen erforderlich seien.

Farouk Bouasker erklärte, dass die Verlängerung der Fristen für die Einreichung der Kandidaturen aufgrund der Schwierigkeiten bei der Erstellung der Unterlagen, insbesondere bei der Beglaubigung der Unterschriften der Patenschaften, beschlossen worden war. Er erklärte, dass die Verlängerung der Fristen die Einreichung von 181 neuen Dossiers (15% mehr) und die Fertigstellung von 294 Dossiers ermöglicht habe. Was die Patenschaften betrifft, so versicherte der Vorsitzende des Isie, dass 476.230 Patenschaften von insgesamt 514.764 eingereichten Patenschaften akzeptiert wurden, was einer Quote von 92,5% entspricht.

Farouk Bouasker erklärte außerdem, dass 1.427 Dossiers eingereicht wurden, 1.215 Männer und 212 Frauen. 14% der Kandidaten sind zwischen 23 und 35 Jahren alt, 30% zwischen 36 und 45 Jahren, 43% zwischen 46 und 60 Jahren und 13% über 60 Jahre alt. Allerdings wurden 363 Bewerbungen abgelehnt, davon 273 Männer und 90 Frauen. 281 Bewerbungen wurden aufgrund fehlender Patenschaften abgelehnt, 53 Bewerbungen aufgrund fehlender Dokumente und 29 Bewerbungen wurden abgelehnt, weil die Voraussetzungen für eine Kandidatur nicht erfüllt waren.

Die endgültige Zahl der erfolgreichen Bewerbungen beträgt 1.058 Bewerbungen mit 936 Männern und 122 Frauen. 14% der Kandidaten sind zwischen 23 und 35 Jahren alt, 31,4% zwischen 36 und 45 Jahren, 44,4% zwischen 46 und 60 Jahren und 10,2% sind über 60 Jahre alt.

Zur Verteilung der Kandidaturen auf die Wahlkreise sagte Farouk Bouasker, dass es in sieben Wahlkreisen im Ausland (Frankreich 1, Deutschland, arabische Länder, Nord- und Südamerika, Asien und Australien) keine Kandidaten gäbe. Nach den Wahlen werde man die Vakanz der Sitze prüfen und dies dem ISIE-Präsidium mitteilen, das in den betreffenden Wahlkreisen Nachwahlen organisieren werde. In zehn Wahlkreisen gäbe es nur eine einzige Kandidatur, darunter die Wahlkreise Italien, Frankreich 3 und Frankreich 2. In acht Wahlkreisen seien zwei Kandidaturen registriert. Er fügte hinzu, dass in 111 Wahlkreisen zwischen drei und zehn Kandidaturen vorlägen und in 24 Wahlkreisen zwischen elf und 20 Kandidaturen. Er kommt zu dem Schluss, dass nur ein Wahlkreis mehr als zwanzig Kandidaturen verzeichnete.

Tätigkeitsbereiche der Kandidaten
Nach Angaben der ISIE stammen 50,3 % der Kandidaten aus dem öffentlichen Dienst und dem öffentlichen Sektor. 273 Kandidaten bzw. 25,8 % gehören dem Bildungsministerium an, 230 Kandidaten bzw. 21,7 % dem öffentlichen Sektor und 30 Kandidaten bzw. 2,8 % dem Ministerium für Hochschulbildung.
Laut ISIE arbeiten 142 Kandidaten im Privatsektor, 101 sind arbeitslos, 68 im Ruhestand, 27 sind Bürgermeister und 26 sind Studenten. Die ISIE präzisierte, dass sich auch sechs Journalisten, fünf Geschäftsleute und zwei Parlamentsabgeordnete beworben hätten.

Die weiteren wichtigsten Termine auf dem Weg zur Wahl finden Sie in unserem Veranstaltungskalender: Parlamentswahlen 2022: Wichtige Termine

Quelle: ISIE

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