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Tunesien: Nationale Rohölproduktion bis Ende September 2022 um 13% gesunken

Die nationale Rohölproduktion ist bis Ende September 2022 im Vergleich zu Ende September 2021 um 13% auf 1.248 Kilotonnen (kt) gesunken. Dies geht aus dem monatlichen Bericht über die Energiekonjunktur bis Ende September 2022 hervor, der vom Nationalen Observatorium für Energie und Bergbau veröffentlicht wurde.

Dieser Rückgang der Rohölproduktion betraf die meisten der wichtigsten Felder, nämlich Halk el Manzel, das 2021 in Produktion gegangen ist (-64%), Baraka (-65%), Adam (-22%), Cherouq (-21%), M.L.D (-17%), El Borma (-8%), Hasdrubal (-7%), Cercina (-17%) und Nawara (-6%). Andere Felder verzeichneten dagegen eine Produktionssteigerung, nämlich Gherib (+111%), Franig/Bag/Tarfa (+16%) und Ashtart (+1%). Der Tagesdurchschnitt der Erdölförderung sank von 40.400 Barrel/Tag Ende September 2021 auf 35.500 Barrel/Tag Ende September 2022.

Die Erdgasressourcen (nationale Produktion + Pauschalsteuer) erreichten Ende September 2022 2.181 kt RÖE, was einem leichten Anstieg von 0,2% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Die Produktion von trockenem Handelsgas ging in der Praxis um 5% zurück.

Die Steuerpauschale für die Durchleitung von algerischem Gas sank in der ersten Hälfte des Jahres 2020 deutlich, da die Pandemie in Europa und insbesondere in Italien die Energienachfrage und damit die Menge an Gas, die von Algerien durch Tunesien nach Italien transportiert wird, stark beeinflusst hat. Dennoch war ab Juli 2020 eine Verbesserung zu beobachten, die sich in den Jahren 2021 und 2022 fortsetzte.

Die Einkäufe von algerischem Gas stiegen zwischen Ende September 2021 und Ende September 2022 um 8% auf 1.857 kt RÖE, was auf die steigende Nachfrage nach den Erleichterungen der Quarantänemaßnahmen ab Mai 2021 und den Rückgang der Produktion zurückzuführen ist. Die nationale Erdgasversorgung verzeichnete im selben Zeitraum eine nahezu stabile Entwicklung und lag bei 3.868 kt RÖE.

Info: Die Öleinheit (ÖE) ist eine Maßeinheit für die Energiemenge, die beim Verbrennen von einem Kilogramm Erdöl freigesetzt wird. Sie wird auch Rohöleinheit (RÖE) genannt, oder Öläquivalent, englisch oil equivalent (oe), in der Energietechnik (Heizen) auch speziell Heizöläquivalent. Sie misst die Energie, die in Form von Heizstoffen vorliegt, bzw. den Energieverbrauch in Verbrennungsprozessen, beispielsweise bei der Stromerzeugung. Aus praktischen Gründen wird als Basiseinheit oft toe verwendet, also die Energiemenge aus der Verbrennung von einer Tonne Erdöl. 

Titelbild: Ölproduktion Kerkennah Illustrationsfoto

Quelle: African Manager

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